Vitalstoffe: die unterschätzten Krankheitsbekämpfer

Lange Zeit führten sie in der Schulmedizin ein Schattendasein. Jetzt wird immer klarer: Vitalstoffe spielen sowohl in der Vorbeugung als auch bei der Therapie von Krankheiten eine entscheidende Rolle. Inzwischen belegen zahlreiche Studien die Wirksamkeit von Vitalstoffen bei verschiedensten Behandlungen. Allerdings ist dieses Wissen bei vielen Ärzten und Apothekern noch nicht angekommen. Auch bei der Ausbildung an Hochschulen ist die Wissensvermittlung auf dem Gebiet der Vitalstoffe noch stark ausbaufähig. Ich bin selber Arzt und kann das aus eigener Erfahrung bestätigen.

Bevor wir tiefer einsteigen: Konkrete Empfehlungen zur Vitalstoffversorgung finden Sie am Ende des Beitrags.

Was sind eigentlich Vitalstoffe? Generell versteht man darunter Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente sowie Fett- und Aminosäuren. Also essentielle Bestandteile der Ernährung. Das Problem: Nur die wenigsten von uns nehmen ausreichend davon zu sich.

Medizinische Bedeutung der Vitalstoffe

Und was macht Vitamine, Mineralstoffe & Co so unverzichtbar für die Gesundheit? Vitalstoffe werden von den Zellen in ausreichender Menge benötigt, damit der Stoffwechsel optimal funktioniert. Im Vordergrund stehen dabei die Mitochondrien. Das sind die Kraftwerke der Zellen, welche für die Leistungsfähigkeit von Körper und Geist eine elementare Rolle spielen. Eine hohe Stressanfälligkeit, Müdigkeit oder Burnout, aber auch eine hohe Krankheitsanfälligkeit werden zum Beispiel mit schwachen Mitochondrien in Verbindung gebracht.

Vitalstoffe setzen genau hier an: Durch die Korrektur von Stoffwechselstörungen und Mangelzuständen wirken sie typischen Krankheitsursachen entgegen.

Aber auch im Krankheitsfall haben sie nachweisliche Wirkungen, z.B.:

  • Wirkungsverbesserung klassischer Medikamente
  • Linderung der Nebenwirkungen durch Medikamente

Hier ein Überblick über typische Einsatzfelder der Vitalstoffe:

  • Eisen zur Behandlung von Anämie
  • Kalzium bei Osteoporose
  • Zink gegen Infektionsanfälligkeit
  • B-Vitamine bei Neuropathien
  • Niacin zur Behandlung von hohen Blutfettwerten
  • Folsäure während der Schwangerschaft
  • Magnesium gegen Krämpfe und Migräne
  • Coenzym Q10 und Omega-3-Fettsäuren gegen Bluthochdruck
  • Vitamin D und B12 bei Depressionen
  • Vitamin C gegen rheumatoide Arthritis

Wie man sieht, ist der begleitende Einsatz von Vitalstoffen bei vielen Krankheitsbildern möglich. Da der Vitalstoffhaushalt in engem Zusammenhang mit den meisten Stoffwechselerkrankungen steht, ist eine optimale Versorgung entscheidend. Der Bedarf ist allerdings von Person zu Person unterschiedlich. Entscheidende Faktoren sind hierbei unter anderem das Alter, das Geschlecht sowie die die Lebensweise als auch Umwelteinflüsse. Ein Raucher benötigt beispielsweise die dreifache Menge an Vitamin C im Vergleich zu einem Nichtraucher.

Folgende Faktoren erhöhen den Vitalstoffbedarf:

  • Krankheiten
  • Rauchen
  • Alkoholkonsum
  • Stress
  • Belastung durch Umweltgifte
  • Schwangerschaft
  • Kaffeekonsum
  • sportliche Aktivität

Um diesen Belastungen entgegenzuwirken, ist eine ausreichende Versorgung mit Vitalstoffen entscheidend. Daher empfiehlt die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) täglich mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse, um den täglichen Bedarf an Vitalstoffen zu decken. In der Praxis sieht die Situation jedoch anders aus. Laut der DGE essen die Deutschen im Schnitt gerade einmal zwei der empfohlenen fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag.

Welche Produkte sind empfehlenswert, welche nicht?

Was also tun? Möglichst ausgewogen und gesund essen, das ist das A und O. Können Sie Ihren täglichen Bedarf an Vitalstoffen mit Hilfe der Ernährung nicht zuverlässig decken, empfiehlt sich die Einnahme eines natürlichen Nahrungsergänzungsmittels. In der modernen Vitalstofftherapie bevorzugt man heute eine moderat dosierte, natürliche Vitalstoffmischung. Es gibt hier mehrere gute Produkte, ich empfehle zur Deckung des täglichen Bedarfs an Vitalstoffen seit Jahren einen bestimmten Gesundheitssaft. Der deckt mit einem Löffel pro Tag alle wichtigen Vitalstoffe ab. Damit reicht eine Flasche für rund 50 Tage. Und vor allem wurde dieser Saft auch wissenschaftlich getestet.

Nicht empfehlenswert und sogar potentiell schädlich sind dagegen künstliche Vitalstoffe, wie sie in Pillenform oder als Brausetabletten angeboten werden. Vorsichtig sollte man auch bei ausländischen Produkten sein. Diese enthalten laut Verbraucherzentrale häufig Verunreinigungen oder unerlaubte Substanzen, die nicht auf der Packung deklariert werden.

Ihr Dr. med. Jörg Zorn

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