Welche Untersuchungen werden nach einem epileptischen Anfall vorgenommen?

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Vor allem, wenn es der erste epileptische Anfall war, geht es für den Arzt darum herauszufinden, welcher Art der Anfall war, welche Ursache er hatte und ob es sich überhaupt um eine Epilepsie handelt.

Sehr hilfreich ist dabei, wenn jemand Auskunft geben kann, der bei dem Anfall anwesend war. Wenn Sie nach einem solchen Anfall zum Arzt gehen, lassen Sie sich also nach Möglichkeit von jemandem begleiten, der/die dabei war, als Sie den Anfall hatten.

Neben der genauen Schilderung, wie der Anfall abgelaufen ist, ist die wichtigste diagnostische Maßnahme ein EEG (Elektroenzephalogramm). Mit der Enzephalographie werden die elektrischen Hirnströme gemessen. Auch wenn die vielen Kabel am Kopf etwas befremdlich aussehen, die Untersuchung ist nicht schmerzhaft.

 

Darüber hinaus werden oft noch folgende Untersuchungen vorgenommen:

  • Computertomographie vom Kopf (CT)
  • Magnetresonanztomographie vom Kopf (MRT, Kernspin)
  • Bluttests

Seltener wird auch die Nervenflüssigkeit (Liquor) untersucht.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

 

 



Share on Facebook: Das gefällt mir

Diesen Artikel zum eigenen Facebook-Profil posten. Hier einfach klicken

Lexikon/Glossar Epilepsie

prev
next

Liquor

Liquor wird die Nervenflüssigkeit bzw. das Nervenwasser genannt. Der Liquor befindet sich im Rückenmarkskanal und auch im Gehirn und wird mitunter für diagnostische Untersuchungen ...

Lexikon / Glossar

Weiterlesen

Epilepsie

Von einer Epilepsie spricht man, wenn mindestens einmal spontan ein Krampfanfall aufgetreten ist, der nicht durch eine erkennbare Ursache (z.B. akute Entzündung, Stromschlag, Vergiftung) hervorgerufen ...

Lexikon / Glossar

Weiterlesen

Kernspin/Kernspintomographie

Die Kernspintomographie (kurz: Kernspin) gehört zu den bildgebenden Untersuchungsverfahren. Sie wird auch Magnetresonanztomographie (MRT) ...

Lexikon / Glossar

Weiterlesen

MRT

MRT ist die Abkürzung für ...

Lexikon / Glossar

Weiterlesen

Magnetresonanztomographie

Die Magnetresonanztomographie (MRT) gehört zu den bildgebenden Untersuchungsverfahren. Sie wird auch Kernspintomographie oder Kernspin ...

Lexikon / Glossar

Weiterlesen

tonisch, tonischer Krampf

Bei einem tonischen Krampf ist die betroffene Muskulatur dauerhaft stark angespannt. Das Gegenteil ist ein klonischer Krampf mit ...

Lexikon / Glossar

Weiterlesen

klonisch, klonischer Krampf

Bei einem klonischen Krampf kommt es zu Zuckungen der Muskulatur. Das Gegenteil ist ein tonischer Krampf, bei dem die betroffene Muskulatur dauerhaft stark angespannt ...

Lexikon / Glossar

Weiterlesen

GABA

GABA ist die Abkürzung für die Gamma-Aminobuttersäure (gamma amino butter acid). Dieser Botenstoff im Gehirn hat hemmenden Einfluss auf die Erregbarkeit von Nervenzellen und ist deshalb ein wichtiger therapeutischer Ansatz ...

Lexikon / Glossar

Weiterlesen

Antiepileptika

Antiepileptika werden Medikamente gegen Epilepsie ...

Lexikon / Glossar

Weiterlesen

EEG

EEG ist die Abkürzung für die Elektroenzephalographie, also die elektronische Messung der Hirnströme. Das Elektroenzephalogramm ist dann die Aufzeichnung, die ...

Lexikon / Glossar

Weiterlesen

Myoklonische Anfälle / Myoklonien

Myoklonien nennt man im Mediziner-Jargon anhaltende Zuckungen in Armen und Beinen. Mehr dazu unter ...

Lexikon / Glossar

Weiterlesen

Absence

Absence wird die kurze Bewusstlosigkeit beim Petit-Mal-Anfall genannt, die meist nur Sekunden ...

Lexikon / Glossar

Weiterlesen

Petit-Mal-Anfall

Der Petit-Mal-Anfall ist ein generalisierter epileptischer Anfall, der allerdings nur Sekunden dauert (franz. petit = ...

Lexikon / Glossar

Weiterlesen

Grand-Mal-Anfall

Der Grand-Mal-Anfall zählt zu den generalisierten Epilepsieanfällen. Er unterteilt sich in eine sog. tonische und eine nachfolgene klonische ...

Lexikon / Glossar

Weiterlesen

Generalisierter Anfall

Im Gegensatz zum fokalen Anfall, bei dem nur bestimmte Hirnareale den Anfall auslösen, ist beim generalisierten Anfall das gesamte Hirn betroffen. Entsprechend erfasst der Anfall den gesamten ...

Lexikon / Glossar

Weiterlesen

Fokaler Anfall

Von einem fokalen Anfall spricht man, wenn nur eine bestimmte Hirnregion der Auslöser ist. Die Symptome sind bei einem fokalen Anfall entsprechend auf bestimmte Körperregionen begrenzt. Davon unterschieden wird der ...

Lexikon / Glossar

Weiterlesen

Kryptogene Epilepsie

Ähnlich wie bei der idiopathischen Epilepsie kann auch bei der kryptogenen Epilepsie keine organische Ursache für die Erkrankung gefunden werden. Deshalb wird sie so genannt (kryptisch = ...

Lexikon / Glossar

Weiterlesen

Idiopathische Epilepsie

Von idiopathischer Epilepsie spricht man, wenn keine organische Ursache für die Erkrankung gefunden werden kann. Idiopathisch bedeutet "aus sich selbst heraus ...

Lexikon / Glossar

Weiterlesen

Klonus

Unter einem Klonus (von griechisch: klonos, „heftige Bewegung“) versteht man unwillkürliche, rhythmische Kontraktionen von Muskeln bzw. Muskelgruppen. (Vgl. a. Krampf) Synonym wird der Ausdruck „klonischer Spasmus“ ...

Lexikon / Glossar

Weiterlesen

Myoklonie

Myoklonien sind rasche unwillkürliche Muskelzuckungen, die häufig als Begleitsymptom bei einer Vielzahl von neurologischen Erkrankungen vorkommen. Sie werden kortikal (Großhirnrinde), subkortikal (andere Regionen des Gehirns) oder spinal (Rückenmark) generiert. Sie ...

Lexikon / Glossar

Weiterlesen