Die wichtigsten Fragen auf einen Blick
Auf diesem Portal finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Epilepsie. Wir, ein Team aus Ärzten und Patienten, stellen laufend weitere Fragen und Antworten ein. Wenn Sie bestimmte Themenwünsche haben, schreiben Sie uns!
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Mittel gegen Epilepsie: Gefahr der Osteoporose
Um epileptische Anfälle zu vermeiden, verschreiben Ärzte sogenannte Antiepileptika. Wer diese Mittel allerdings über einen langen Zeitraum einnimmt, muss mit einer Verringerung der Knochendichte rechnen.
Epilepsie: Warum viele Behandlungen versagen
Epilepsie lässt sich nur schwer behandeln. Oft versagen die verordneten Medikamente, beklagt Dr. Rudolf Deisz vom Institut für Zell- und Neurobiologie am Campus Charité. Es könnte sein, dass Deisz einen Grund für diesen vor allem für die Patienten unbefriedigenden Zustand gefunden hat. Denn die Epilepsie funktioniert anders, als das bisher vermutet wurde.
Stimmt es, dass Diazepam zur Abhängigkeit führen kann?
Ja. Das gilt allerdings nicht nur für Diazepam, sondern für alle Wirkstoffe aus der Gruppe der Benzodiazepine. Also zum Beispiel auch für die anderen bei Epilepsie häufiger verordneten Wirkstoffe Clonazepam, Lorazepam oder Clobazam.
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Wie wirkt Diazepam bei Epilepsie?
Diazepam gehört zur Gruppe der sogenannten Benzodiazepine. Das sind im weitesten Sinne Beruhigungsmittel. Der bekannteste Vertreter des Wirkstoffs Diazepam ist Valium®.
Welche Nebenwirkungen können unter Carbamazepin auftreten?
Unter der Behandlung mit Carbamazepin kann es in unterschiedlicher Häufigkeit zu verschiedensten Nebenwirkungen kommen. Die folgende Auflistung berücksichtigt nur die als "häufig" klassifizierten (die aber natürlich auch nicht jeder bekommt):
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Welche Nebenwirkungen können unter Ethosuximid auftreten?
Mögliche Nebenwirkungen unter der Behandlung mit Ethosuximid sind unter anderem Kopfschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit und Erbrechen, manchmal auch Schluckauf und depressive Verstimmungen.
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Auf welche Weise wirkt Ethosuximid bei Epilepsie?
Ethosuximid hemmt wie die meisten anderen Antiepileptika auch die Erregbarkeit der Nervenzellen im Gehirn. Damit sinkt auch die Krampfbereitschaft, das heißt die Gefahr, einen epileptischen Anfall zu bekommen.
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Stimmt es, dass Clonazepam abhängig machen kann?
Ja. Wie alle Benzodiazepine (Valium® & Co.) hat Clonazepam ein relativ großes Suchtpotential. Die Medikamentenabhängigkeit kann dabei sowohl körperlich als auch psychisch entstehen.
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Über welchen Mechanismus wirkt Clonazepam krampflösend?
Clonazepam entfaltet seine Wirkung über eine Stimulierung des körpereigenen Botenstoffs Gamma-Amino-Buttersäure (GABA). GABA wiederum dämpft speziell "erregende" Nervenimpulse und hat deshalb beruhigende und auch krampflösende Effekte im Gehirn.
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Wie wirkt Clonazepam bei Epilepsie?
Clonazepam gehört zur Gruppe der sogenannten Benzodiazepine und wirkt im Gehirn krampflösend. Daher wird Clonazepam auch zur Behandlung der Epilepsie eingesetzt. Weitere Anwendungsgebiete sind Angststörungen und das Syndrom der unruhigen Beine.
Was bedeutet die Bezeichnung "retard" auf den Carbamazepin-Tabletten?
Die Bezeichnung "retard" bedeutet bei Medikamenten, dass der Wirkstoff langsamer freigesetzt wird als bei der Nicht-Retard-Tablette.
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Wie wirkt Carbamazepin bei Epilepsie?
Carbamazepin ist ein sogenanntes Antiepileptikum. Das bedeutet, das Medikament reduziert die Anfallsneigung bei Menschen mit Epilepsie.
Soll ich während des Krampfanfalls meines Kindes Notfallmedikamente geben?
Wenn die Epilepsie bei Ihrem Kind bereits bekannt ist und Sie vom Arzt verschriebene krampflösende Akutmittel zur Hand haben (z.B. sogenannte Rektiolen zum Einschieben in den After), dann sollten Sie diese während des epileptischen Anfalls verabreichen.
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Wie kann ich mein Kind während eines Krampfanfalls vor einem Zungenbiss schützen?
Im Prinzip gar nicht. Versuchen Sie nicht, ihm etwas in den Mund zu schieben, um den Zungenbiss zu verhindern. Denn erstens tritt der Zungenbiss, wenn überhaupt, gleich zu Beginn des Anfalls auf, zweitens besteht die viel größere Gefahr, Ihr Kind beim Hineinschieben zu verletzen.
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Soll ich mein Kind während des Krampfanfalls festhalten?
Nein, das sollten Sie nicht tun (auch wenn die Neigung natürlich groß ist). Aber sorgen Sie unbedingt dafür, dass sich Ihr Kind nicht verletzen kann.
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Kurzer Krampfanfall beim Kind, jetzt alles wieder gut: trotzdem zum Arzt?
Ja, sogar unbedingt! Wenn Ihr Kind einen Krampfanfall hatte, sollten Sie in jedem Fall so bald wie möglich für eine ärztliche Abklärung sorgen.
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Wozu dient die EEG-Untersuchung bei Verdacht auf Epilepsie?
Mit dem EEG (Elektroenzephalographie) werden die Hirnströme aufgezeichnet. Und an den Hirnströmen kann man eine evtl. vorhandene Krampfneigung des Gehirns erkennen.
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Zu welcher Tageszeit tritt die Rolando-Epilepsie bevorzugt auf?
Nachts bzw. während des Schlafens. Bei etwa jedem dritten betroffenen Kind kommt es sogar ausschließlich im Schlaf zu den epileptischen Anfällen.
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Welche Epilepsie-Form ist im Kindesalter am häufigsten?
Die sogenannte Rolando-Epilepsie. Typisch ist ein Erkrankungsbeginn zwischen dem 3. und 8. Lebensjahr. Aber auch bis hin zum 13. Lebensjahr kann die Rolando-Epilepsie noch auftreten.
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Was ist eine Rolando-Epilepsie?
Die Rolando-Epilepsie ist die häufigste Epilepsie-Form bei Kindern. Typisch für die Anfälle ist, dass sie meist nur auf bestimmte Körperregionen begrenzt sind (fokale Anfälle) und dies von Anfall zu Anfall wechseln kann (z.B. Zuckungen nur der rechten Gesichtshälfte, ein anderes Mal der linken).
Was versteht man unter einer juvenilen myoklonischen Epilepsie?
Die juvenile myoklonische Epilepsie ist eine seltene Epilepsie-Variante, die typischerweise im Jugendalter beginnt. Es kommt anfallsweise zu Zuckungen der Arme und Beine, nicht selten auch zu generalisierten Krampfanfällen.
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Wie äußert sich ein Lennox-Gastaut-Syndrom?
Beim Lennox-Gastaut-Syndrom kommt es typischerweise zu epileptischen Anfällen im Kindesalter, die mit Stürzen und Muskelzuckungen einhergehen. Ein weiteres Charakteristikum ist, dass die Kinder während des Anfalls unartikulierte Laute von sich geben.
Was ist das Lennox-Gastaut-Syndrom?
Das Lennox-Gastaut-Syndrom ist eine spezielle Form der Epilepsie bei Kindern. Typisch sind Krampfanfälle mit Stürzen, Muskelzuckungen und unwillkürlichen Geräuschen.
Welche Erkrankung wird auch West-Syndrom genannt?
Das West-Syndrom ist eine seltene Epilepsie-Form von Kleinkindern. Sie ist benannt nach dem englischen Arzt William James West, der sie erstmals beschrieb, nachdem sein Sohn daran erkrankt war.
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Was sind Blitz-Nick-Salaam-Krämpfe?
Blitz-Nick-Salaam-Krämpfe (BNS-Krämpfe) sind das charakteristische Merkmal einer seltenen Epilepsie-Form im Kleinkindesalter. Die Erkrankung wird auch West-Syndrom genannt (nach dem Entdecker, einem englischen Arzt namens William James West).
In welchem Alter beginnen BNS-Krämpfe?
Blitz-Nick-Salaam-Krämpfe sind eine seltene Variante der Epilepsie im Kleinkindesalter. Die Erkrankung beginnt typischerweise im ersten Lebensjahr, im Alter von zwei bis acht Monaten.
Wie äußert sich eine Absence beim Kind?
Ähnlich wie beim Erwachsenen. Eine Absence ist eine ganz kurze Bewusstseinstrübung, ohne dass es zu einem richtigen epileptischen Anfall kommt. Eine Art Vorstufe also.
Wie äußert sich ein epileptischer Anfall beim Kind?
Ein epileptischer Anfall kann beim Kind (wie übrigens auch beim Erwachsenen) sehr unterschiedlich verlaufen. Das klassische Bild, das man meistens vor Augen hat - ein zuckender Körper und eine Art Ohnmacht -, kann genauso erscheinen, aber eben auch ganz anders.
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Welches sind die häufigsten Ursachen epileptischer Anfälle im Kindesalter?
Die Ursachen epileptischer Anfälle oder auch von Krampfanfällen im Kindesalter sind vielfältig. Viele von ihnen sind auch nur zeitweise krampfauslösend und spielen langfristig keine Rolle mehr.
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Wie häufig ist die Epilepsie in Deutschland?
Sehr viel häufiger als angenommen. In Deutschland sind von 1.000 Personen etwa 5 Menschen von einer Epilepsie betroffen. Das entspricht einer Häufigkeit von 0,5 %.
Kann eine Epilepsie schon im Kindesalter beginnen?
Ja, das ist sogar der Regelfall. In der Mehrzahl der Fälle tritt eine Epilepsie erstmal bereits im Kindesalter auf.
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Kann das Betrachten eines Schachbretts einen epileptischen Anfall auslösen?
Theoretisch ja. Nicht bei allen, aber bei einigen Menschen mit Epilepsie besteht eine besondere visuelle Empfindlichkeit – z.B. auf Flackerlicht (Disco, Fernsehen), aber auch manchmal auf besondere Musterungen. Bei diesen Menschen kann der Anblick eines Schachbretts einen epileptischen Anfall auslösen.
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Hilft ein guter Schlaf gegen Epilepsie?
Ja. Bei den meisten Menschen mit Epilepsie sorgt ausreichender Schlaf mit gleichbleibenden Rhythmen für eine Reduzierung der Anfallswahrscheinlichkeit.
Was passiert, wenn der Notarzt den epileptischen Anfall trotz Medikamenten nicht stoppen kann?
In diesem Fall wird der Betroffene zur Sicherheit in eine Intensivstation aufgenommen. Dort wird man ihn in der Regel in ein künstliches Koma versetzen, um den Krampfanfall zu durchbrechen.
Stimmt es, dass man sich gegen eine Epilepsie ein Gerät implantieren lassen kann, das die epileptischen Anfälle verhindert?
Ja, ein solches Verfahren gibt es. Dabei wird ein kleines Gerät implantiert, das den sogenannten Vagus-Nerv stimuliert. Dieser Nerv wirkt beruhigend und anfallshemmend, so dass sich auf diese Art epileptische Anfälle verhindern lassen.
Kann man eine Epilepsie auch operieren?
Ja, in bestimmten Fällen schon. Allerdings wird eine Operation meist nur dann erwogen, wenn mit der medikamentösen Behandlung auch nach mehreren Versuchen kein Erfolg erzielt wird und trotz der Tabletten weiterhin epileptische Anfälle auftreten.
Wann kann eine medikamentöse Behandlung der Epilepsie reduziert oder abgesetzt werden?
Zunächst einmal ist wichtig: Besprechen Sie dieses Thema auf jeden Fall mit Ihrem Arzt. Denn ein selbstbestimmtes Absetzen der Epilepsie-Tabletten kann potentiell lebensgefährlich sein. Ansonsten kann aber bei bestimmten Bedingungen durchaus ein Versuch unternommen werden, die Medikamente zu reduzieren oder ganz abzusetzen.
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Welche Untersuchungen werden nach einem epileptischen Anfall vorgenommen?
Vor allem, wenn es der erste epileptische Anfall war, geht es für den Arzt darum herauszufinden, welcher Art der Anfall war, welche Ursache er hatte und ob es sich überhaupt um eine Epilepsie handelt.
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In welchem Alter tritt eine Epilepsie am häufigsten auf?
Grundsätzlich kann eine Epilepsie in jedem Lebensalter auftreten. Die Wahrscheinlichkeit ist aber im frühen Kindesalter und jenseits des 60. Lebensjahres am größten.
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Was muss ich tun, wenn in meiner Umgebung jemand einen epileptischen Anfall hat?
Wenn Sie nicht sicher sind, ob die betreffende Person eine Epilepsie hat oder eine solche nicht bekannt ist, rufen Sie sofort einen Notarzt! Wenn Sie hingegen wissen, dass die Person Epileptiker ist, können Sie darauf in der Regel verzichten.
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