Wie lässt sich eine drohende Fehlgeburt noch vermeiden?

Blutungen und krampfartige Schmerzen in den ersten 20 Schwangerschaftswochen deuten auf eine drohende Fehlgeburt (Abortus imminens) hin. Die tradierte und einleuchtende Empfehlung lautet dann: konsequente Bettruhe und körperliche Schonung!

Wissenschaftlich erwiesen ist die Wirksamkeit dieser Maßnahme zwar nicht. Dennoch stehen die Chancen auf den Erhalt der Schwangerschaft gut, wenn die Blutung aufgehört hat. In der Mehrzahl der Fälle kommt es trotz fehlender „echter“ Therapiemöglichkeiten nicht zu einer Fehlgeburt.

So viel liegen wie möglich

Normalerweise werden Sie zur Bettruhe und Überwachung ins Krankenhaus eingewiesen. In jedem Fall sollten Sie mit der Arbeit aussetzen, auf Sport und Sex verzichten, körperliche und psychische Belastungen vermeiden und zunächst so viel wie möglich liegenbleiben, zumindest aber sich schonen.

Falls sich Ihr Muttermund infolge einer Bindegewebeschwäche vorzeitig öffnet, kann ein operativer Verschluss mit einer Zerklage versucht werden, die dann kurz vor der Geburt wieder entfernt wird.

Wichtig ist bei einem Verdacht auf Fehlgeburt der Ausschluss oder ggf. die sofortige Behandlung eines septischen Aborts, der für Sie lebensgefährlich werden könnte.

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