Fehlgeburt: Definitionen

Was ist ein Abort? Welche Formen der Fehlgeburt gibt es und was bedeutet das für weitere Schwangerschaften? Mehr dazu in diesem Kapitel.

Was ist eine Fehlgeburt?

Eine Fehlgeburt (Abort, Abgang) ist das spontane Ende einer Schwangerschaft zu einem Zeitpunkt, an dem das Kind noch unter 500 Gramm wiegt und nicht lebensfähig ist. Als zeitliche Grenze wird dafür häufig die 24. Schwangerschaftswoche (SSW) angegeben.

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Was bedeuten die verschiedenen Bezeichnungen einer Fehlgeburt?

Eine Fehlgeburt wird mit verschiedenen Begrifflichkeiten medizinisch genauer charakterisiert. Hier die Bedeutung einiger der wichtigsten Bezeichnungen:

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Was ist eine stumme Fehlgeburt?

Eine stumme Fehlgeburt wird von der schwangeren Frau nicht als Abort, sondern allenfalls als besonders schmerzhafte und ggf. verspätete Menstruation erlebt. Schätzungen zufolge endet mindestens jede dritte bis zweite (unbemerkte) Schwangerschaft auf diese Weise, die dann oft als Zyklusstörung interpretiert wird.

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Wie wird eine Totgeburt von einer Fehlgeburt unterschieden?

Für das Jahr 2009 weist das Statistisches Bundesamt 2.338 Totgeborene in Deutschland aus. Der „Verordnung zur Ausführung des Personenstandsgesetzes“ (PStV) zufolge gelten als totgeborene Kinder, bei denen sich keines der in dieser Verordnung genannten Lebensmerkmale gezeigt hat, deren Geburtsgewicht jedoch mindestens 500 g beträgt.

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Was ist ein Spontanabort?

Kommt es zum Verlust der Leibesfrucht ohne jegliche Einflussnahme von außen, spricht man von einem Spontanabort. Im Gegensatz dazu wird bei einem "induzierten Abort" der Schwangerschaftsabbruch mit Hilfe medikamentöser oder mechanischer Mittel gezielt vorgenommen.

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Was ist ein habitueller Abort?

Die WHO definiert den wiederholten Spontan-Abort bzw. habituellen Abort so: „drei und mehr konsekutive (= aufeinanderfolgende) Fehlgeburten vor der 20. Schwangerschaftswoche“.

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Wie ist eine Totgeburt gesetzlich geregelt?

Von einer Totgeburt spricht man, wenn ein mindestens 500 g schweres Kind ohne nachweisbare Lebenszeichen (Herzschlag, pulsierende Nabelschnur oder Lungenatmung) auf die Welt kommt.

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Wie werden Lebendgeborene gesetzlich definiert?

Die Unterscheidung zwischen Lebend- und Totgeborenen ist in der „Verordnung zur Ausführung des Personenstandsgesetzes“ (PStV) gesetzlich geregelt. Dort wird definiert, dass Lebendgeborene Kinder sind, bei denen nach der Trennung vom Mutterleib entweder das Herz geschlagen oder die Nabelschnur pulsiert oder die natürliche Lungenatmung eingesetzt hat.

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Was ist ein verhaltener Abort?

Bei einem verhaltenen Abort ("missed abortion") erfolgt weder eine Blutung noch ein Abgang von Gewebe, vielmehr verbleibt der abgestorbene Fetus in der Gebärmutter.

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Was ist ein Abortivei?

Vom Abortivei sprechen Mediziner, wenn sich aus der befruchteten Eizelle zwar ein (bedingt) entwicklungsfähiger Mutterkuchen entwickelt, der Embryo aber bereits frühzeitig abstirbt und meist innerhalb der ersten acht Schwangerschaftswochen ausgestoßen wird.

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