Wann kann eine Erkältung gefährlich werden?

In den meisten Fällen verlaufen Erkältungskrankheiten bei Kindern (und Erwachsenen) glücklicherweise ohne Komplikationen ab. Sicher sein können Sie sich dessen allerdings nicht.

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Gar nicht so selten kommt es bei Kleinkindern im Rahmen einer Erkältung zum sogenannten Pseudokrupp. Das ist eine hartnäckige Entzündung der oberen Atemwege im Bereich des Kehlkopfes. Typisch sind starker Husten und Heiserkeit.

In sehr seltenen Fällen können sich als Folge einer Erkältung auch bedrohliche Folgeerkrankungen entwickeln. Das ist kein Grund zur Panik, aber ein Grund zum genauen Hinschauen, auch bei zunächst banalen Infekten.

Schwere (aber seltene) Erkältungsfolgen sind z.B.:

  • bakterielle Superinfektion: zusätzliche bakterielle Infektion infolge der erkältungsbedingten Immunschwächung; typische Anzeichen: eitriges, grünlich-gelbes Sekret und Fieber; bei weiterer Ausbreitung sind folgende akuten Erkrankungen möglich:
    • Mittelohrentzündung (Otitis media), vor allem bei kleinen Kindern
    • Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), eher bei älteren Kindern
    • Mandelentzündung (Angina tonsillaris, Tonsillitis)
    • Lungenentzündung (Pneumonie)
  • Hirnhautentzündung (Meningitis, Enzephalitis); typische Anzeichen: Nackensteife, Sehverschlechterung oder Lähmungen, apathisches Kind. Sofort den Arzt rufen bzw. aufsuchen!
  • Herzmuskelentzündung (Myokarditis): durch Viren bedingte, sehr seltene Komplikation nach Erkältung; typische Anzeichen: Herzrhythmusstörungen, Kurzatmigkeit und rasche Ermüdbarkeit.

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