Komplikationen der ersten Tage nach der Geburt

Welche Ursachen hat eine Neugeborenen-Gelbsucht? Und woran erkennt man sie? Um solche Fragen geht es in diesem Kapitel.

Muss ein Nabelbruch beim Neugeborenen operiert werden?

Nein, für gewöhnlich ist ein vorgewölbter Nabel (samt Darminhalt) nach der Geburt kein Grund zur Besorgnis oder zum Handeln. Das noch schwache Gewebe im Bereich der ehemaligen Nabelschnur nimmt normalerweise bereits während der ersten drei Lebensjahre deutlich an Stärke zu, indem die Bauchmuskeln von beiden Seiten bis zur Mitte hin wachsen. Die stärker werdende Bauchmuskulatur zieht den hervorstehenden Bauchnabel also später automatisch ein.

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Was ist eine Anpassungsstörung (Adaptationsstörung) des Neugeborenen?

Wenn sich bei einem Neugeborenen Schwierigkeiten beim Übergang vom Leben im Bauch der Mutter zum Leben ohne Nabelschnur ergeben, spricht man von Adaptationsstörungen. Typische Anzeichen sind u.a.:

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Wie lange kann eine Neugeborenen-Gelbsucht andauern und was kann man dagegen tun?

Die Neugeborenen-Gelbsucht (medizinisch: Neugeborenen-Ikterus) beginnt etwa am 2. oder 3. Lebenstag und erreicht einige Tage später ihren Höhepunkt. Normalerweise geht die Gelbfärbung der Haut ab Ende der ersten Lebenswoche von selbst zurück.

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Darf man sein Baby stillen, wenn es Gelbsucht (Neugeborenen-Ikterus) hat?

In den meisten Fällen ist keine Unterbrechung des Stillens notwendig und auch nicht sinnvoll. Gerade das frühzeitig erfolgende Anlegen mit der richtigen Stilltechnik und in möglichst häufigen Abständen bei Tag und Nacht erhöht nicht nur die Milchbildung, sondern trägt sogar entscheidend dazu bei, schwere Formen des Neugeborenen-Ikterus zu vermeiden.

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Warum fällt die Gelbsucht bei gestillten Neugeborenen meist stärker aus?

Zu Beginn seines Lebens muss jedes Neugeborene die überschüssigen Blutkörperchen in seinem Körper selbst abbauen und ausscheiden, was während der Schwangerschaft über den mütterlichen Blut- bzw. Leberkreislauf erfolgt ist. Mindestens die Hälfte aller Neugeborenen weisen dabei als Ausdruck einer (ganz normalen) Leberunreife in der ersten Lebenswoche Anzeichen einer Gelbsucht auf.

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Was ist eine Mekonium-Aspiration?

Relativ viele, nämlich 13% aller lebenden Neugeborenen werden aus mekoniumhaltigem Fruchtwasser geboren. Auf deutsch: Sie haben schon kurz vor der Geburt Stuhlgang gehabt. Jedes Zehnte bis Zwanzigste (5-12%) von diesen aspiriert das Mekonium, atmet also das verunreinigte Fruchtwasser in die Lunge ein, und entwickelt anschließend ein Mekonium-Aspirations-Syndrom (MAS).

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Wie wird eine Mekonium-Aspiration behandelt?

Die Vorbeugung gegen ein Mekonium-Aspirations-Syndrom (MAS) beginnt schon im Kreißsaal. Ist das Fruchtwasser mekoniumhaltig (enthält kindlichen Stuhl) oder das Kind mekoniumverschmiert, sollten Mund, Nase und Rachen sofort bei Durchtritt des Kopfes, also noch während der Geburt, abgesaugt werden.

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Was sind typische Beschwerden bei einer Magenpförtner-Verengung (Pylorusstenose)?

Eine Verengung des „Pförtner“ genannten Magenausgangs (Pylorusstenose) ist insgesamt selten. Wenn, dann tritt sie zumeist in den ersten Lebenswochen auf und betrifft mehrheitlich Jungen. Typische Symtome sind:

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