Antibiotika gegen Mandelentzündung: Was ist dabei wichtig?

Zunächst einmal: Nicht bei jeder Mandelentzündung sind überhaupt Antibiotika notwendig. In leichteren Fällen heilt die Entzündung meist auch von allein komplikationslos aus. Bei ausgeprägten Beschwerden oder bei wiederholtem Auftreten der Mandelentzündung sind Antibiotika hingegen ratsam. Und zwingend notwendig bei einer eitrigen (Streptokokken-) Angina.

Unsere 10 wichtigsten Tipps für eine gesunde Kindheit

weiterlesen...

Schonung ist trotz der Antibiotika wichtig

Geeignete Antibiotika zur Behandlung einer bakteriellen, insbesondere eitrigen Mandelentzündung sind

  • Penicilline (z.B. Phenoxymethylpenicillin, Amoxicillin),
  • Cephalosporine (z.B. Cefaclor, Cefuroxim, Cefalexin, Cefixim) oder
  • Makrolid-Antibiotika (z.B. Telithromycin, Clarithromycin).

Wichtig ist die Einnahme der Tabletten über die volle, vom Arzt verordnete oder im Beipackzettel empfohlene Zeitspanne, auch wenn es Ihrem Kind zwischenzeitlich wieder gut gehen sollte.

Andererseits müssen Sie damit rechnen, dass es trotz Antibiotikagabe zunächst noch zu einer Verschlechterung der akuten Symptomatik kommen kann, was auch die weitere Eiteransammlung mit der Gefahr einer Abszessbildung einschließt. Konsequente Schonung und sorgföltige häusliche Pflegemaßnahmen sind in jedem Fall von zentraler Bedeutung. Setzt nach 3-4 Tagen keine Besserung ein, muss eventuell das Antibiotikum gewechselt werden. Bleiben Sie also im engen Kontakt mit dem Kinderarzt. Das gilt erst recht, wenn im gegenseitigen (!) Einverständnis im individuellen Fall auf den Antibiotika-Einsatz verzichtet wird.

Warum müssen die Antibiotika unbedingt über die volle Länge eingenommen werden?

Die Penizillin-Tabletten oder vergleichbare Antibiotika, mit denen eine Streptokokken-Angina behandelt wird, müssen 10 Tage lang bzw. über die vom Arzt verordnete Zeitspanne von Ihrem Kind eingenommen werden, auch wenn es ihm schon vorher wieder besser gehen sollte. Sonst besteht die Gefahr, dass Bakterien in dem zerklüfteten Mandelgewebe überleben und es zum erneuten Aufflammen der Entzündung oder zur weiteren Eiteransammlung mit Abszessbildung kommt. Eventuell könnten die Bakterien sogar resistent gegen das Antibiotikum werden.

Autor:

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).
Google-Anzeigen