Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Läuse

Woran erkenne ich Läuse bei meinem Kind?

Wenn Ihr Kind schon öfter Kopfläuse hatte, kann es selbst die Anwesenheit einer einzigen Laus am Juckreiz erkennen. Auf vermehrten Juckreiz und ständiges Kratzen am Kopf als Hauptsymptom ist aber leider kein Verlass:

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Was sind typische Anzeichen für Kopflausbefall?

Fast alle Kinder im Kindergarten- oder Schulalter kommen irgendwann einmal (oder auch mehrmals) mit Kopfläusen in Kontakt, bevorzugt in der Herbst- und Winterzeit. Typische Anzeichen für  den Läusebefall (Pedikulose) sind:

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Kann man Läuse sehen?

Ja. Die beweglichen Tierchen sind 1-4 mm groß und damit sichtbar. Auch ihre unbeweglichen Eier (Nissen), die meist in Kopfhautnähe an den Haaren kleben, sind noch mit bloßem Auge als schuppenähnliche Gebilde erkennbar.

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Sind Läuse ein Zeichen für Hygienemangel?

Nein, Kopflausbefall hat entgegen immer noch verbreiteter Vorurteile nichts mit mangelnder Körperhygiene zu tun – Kopfläuse sollen sogar frisch gewaschene Haare besonders attraktiv finden.

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Werden Kopfläuse durch Haustiere übertragen?

Nein, Kopfläuse mögen nur Menschen und Affen. Sofern Sie Haustiere haben, müssen Sie diese also nicht mitbehandeln, höchstens wegen ihrer eigenen, tierspezifischen Läuse.

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Sind Läuse gefährlich?

Als Eltern kommen Sie mit höchster Wahrscheinlichkeit irgendwann in Kontakt mit Läusen, und sei es nur mit einem Schild im Kindergarten, auf dem steht: „Wir haben Läusebefall!“. Das klingt für viele schrecklicher als es tatsächlich ist.

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Kopfläuse: Wann muss mein Kind zum Arzt?

Wenn Ihr Kind schon mindestens drei Jahre alt ist, keine aufgekratzte und entzündete Kopfhaut hat und es nicht vor Läusen wimmelt, können Sie die Läusebehandlung nach bewährtem Muster erst einmal selbst in die Hand nehmen.

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Wie wird ein Läusebefall behandelt?

Prinzipiell gibt es folgende Behandlungsmöglichkeiten:

  • mechanische Entfernung der Läuse (oder der Haare)
  • Hausmittel
  • chemische Produkte
  • Reinigung und Desinfektion

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Welche Läusemittel verschreibt der Arzt?

Zu den speziellen Medikamenten, die bei Kopflausbefall vom Arzt verordnet werden, zählen u.a.:

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Wie beseitigt man Nissen (Läuseeier)?

Nissen (Läuseeier) kleben so fest am Haar, dass ihnen einfaches Haarewaschen nichts anhaben kann. Selbst mit den Fingern lassen sie sich nicht einfach so abstreifen, sondern nur, wenn man sie zwischen zwei Fingernägeln gut zu fassen bekommt.

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Was ist das beste Mittel gegen Kopfläuse?

Es gibt viele gut wirksame Präparate gegen Kopfläuse, die mit oder ohne Rezept in der Apotheke erhältlich sind. Jede Herstellerfirma kann Wirksamkeitsnachweise liefern, ein sicheres Urteil zur „besten“ Wirksamkeit geben die wissenschaftlichen Studien derzeit nicht her.

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Schaden Läusemittel meinem Kind?

Grundsätzlich gilt: Um die Anwendung eines äußerlich anzuwendenden Arzneimittels oder Medizinprodukts zur Beseitigung von Kopflausbefall kommt man kaum herum. Die Präparate enthalten unterschiedliche chemische oder pflanzliche Wirkstoffe mit unterschiedlichen Wirkungen und Nebenwirkungen.

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Sind insektizidhaltige Läusemittel problematisch?

Chemische Wirkstoffe in Läusemitteln wie Permethrin, Pyrethrum oder Allethrin wirken bei richtiger Anwendung zuverlässig, schnell und nebenwirkungsfrei. Gleichwohl handelt es sich um Gifte, die sich bei Überdosierung auch als solche erweisen können.

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Wie wirken Mittel gegen Läuse?

Die meisten Präparate, die das Umweltbundesamt offiziell empfiehlt, enthalten Insektizide. Das sind Kontaktgifte, die vorrangig das Nervensystem der Parasiten schädigen, aber auch für den Menschen nicht ungefährlich sind.

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Wie werden Insektizide gegen Läuse optimal angewendet?

Etwa ein Viertel aller chemischen Kopflausbehandlungen haben wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge keinen Erfolg. Auch wenn die Ursachen dafür vielfältig sein können, handelt es sich dabei vermutlich doch meistens um Anwendungsfehler.

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Wie sieht der „Notfall-Plan“ bei Läusebefall aus?

Der "Notfallplan" bei Läusebefall besteht aus acht Schritten:

  • Ganz ruhig bleiben!
    Kopfläuse sind zwar irgendwie ekelig, aber glücklicherweise völlig harmlos. Es gibt also keinen Grund für Hektik, Panik, Putzorgien, Aktionismus oder Schuldvorwürfe! Stattdessen beginnen Sie lieber mit einer vernünftigen Kopflausbekämpfung, die zwar ein bisschen Arbeit macht, aber weniger als Sie möglicherweise denken.

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Warum muss die Umgebung bei Läusebefall mitbehandelt werden?

Läuse verlassen zwar nur sehr ungern die Kopfhaut, wenn es aber sein muss, können sie auch ein bis zwei Tage ohne menschlichen Wirt überleben. Zudem schlüpfen innerhalb von 7 bis 10 Tagen neue Larven aus den Nissen (Läuseeiern), die auch an ausgefallenen oder ausgekämmten Haaren noch kleben bleiben und so für eine Übertragung sorgen können.

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Sind Mützen und andere Kopfbedeckungen Läuse-Reservoire?

Nein. In diversen Studien hat sich herausgestellt, dass Kopfläuse ihrem Namen alle Ehre machen und sich am liebsten auf den menschlichen Häuptern aufhalten. So auch bei der Untersuchung der Mützen von 1.000 Schülern einer australischen Grundschule mit Läuseproblem, bei der man keine einzige Laus in den Mützen finden konnte.

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Wie wird die Umgebung bei Läusebefall behandelt?

Damit weder Nissen noch Läuse in der (Wohn-) Umgebung oder an Gebrauchsgegenständen wie Bürsten, Handtüchern, Kuscheltieren oder Kopfstützen überleben können, sollten folgende Reinigungsmaßnahmen ergriffen werden:

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Halten sich Läuse in Kissen und Matratzen versteckt?

Nein. Läuse verlassen ihren menschlichen Wirt nicht ohne Not. Sie dringen nicht in Kissen oder Matratzen ein und wandern auch sonst nicht in der Wohnung herum.

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Mein Kind hat Läuse: Muss ich die Wohnung reinigen?

Keine Sorge, Putzorgien sind normalerweise ebenso überflüssig wie die Hinzuziehung des Kammerjägers. Gründliches Staubsaugen im Kinderzimmer und an den potenziellen „Lagerungsstätten“ des Kopfes wie Sessellehnen, Kopfstützen, Kissen oder Kuscheltieren reicht aus.

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Müssen bei Läusebefall alle Familienmitglieder behandelt werden?

Der oft gegebene Rat, „zur Sicherheit“ gleich die ganze Familie mitzubehandeln, muss kritisch hinterfragt werden. Wie so oft in der Medizin hilft der gesunde Menschenverstand:

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Übertragungsweg bei Kopflausbefall: Bekommt die ganze Familie die Läuse?

Nein, nur weil das eigene Kind von Kopfläusen befallen wurde, bekommen nicht gleich alle Familienmitglieder, Freunde und sonstigen „Kontaktpersonen“ die Läuse. Der Grund: Läuse können weder springen noch fliegen.

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Läusebehandlung: Welche Vorteile hat Permethrin?

Bei Permethrin (z.B InfektoPedicul) handelt es sich um ein besonders wirksames und sicheres  chemisches Anti-Läuse-Präparat auf dem deutschen Markt. Wirklich gefährlich ist es eigentlich nur für bestimmte Haustiere wie Katzen, da diesen ein Enzym fehlt, das für den Abbau des Wirkstoffs benötigt wird.

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Läusebehandlung: Welche Vorteile hat Dimeticon?

Der Wirkstoff Dimeticon (z.B. Jacutin Pedicul Fluid) ist kein giftiges Insektizid, sondern wirkt physikalisch gegen Läuse. Es ummantelt die Parasiten und deren Eier (Nissen) und verstopft die Atemöffnungen.

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Welches Mittel gegen Läuse ist in Schwangerschaft, Stillzeit und bei Kleinkindern erlaubt?

Bevor Sie zu einem insektizidhaltigen Läusemittel greifen, sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrem Frauen- oder Kinderarzt sprechen. Einige Mittel, vor allem solche auf Dimeticon-Basis, sind unbedenklich und erlaubt.

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Was ist bei silikonölhaltigen Läusemitteln zu beachten?

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnt vor der leichten Entflammbarkeit einiger silikonölhaltiger Mittel gegen Läuse und vor der damit verbundenen Verbrennungsgefahr.

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Muss Läusebefall gemeldet werden?

Ja! Zwar besteht bei Kopflausbefall im Gegensatz zur Begegnung mit Kleiderläusen keine Meldepflicht im Sinne des Abschnitts 3 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG), der das Meldewesen regelt. Dafür besteht für Eltern die eigentlich selbstverständliche Verpflichtung, die Erzieherinnen, Lehrer, Kontaktpersonen, Spielkameraden oder Kindergärtnerinnen ihres Kindes zu informieren.

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Der Kopf juckt noch trotz Läusebehandlung - woran liegt das?

Wenn es trotz richtiger Läusebehandlung immer noch am Kopf juckt, kann das viele Ursachen haben:

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Was sind Nissen?

Nissen sind Läuseeier. Sie sehen hell und schuppenähnlich aus und können bei Kopflausbefall perlenschnurartig aufgereiht fest an den Haaren kleben.

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