Frühgeborene

Wie viele Kinder werden in Deutschland jedes Jahr zu früh geboren? Ab wann wäre ein Frühchen lebensfähig? Mehr zum Thema Frühgeborene erfahren Sie hier.

Was ist die größte Kinderpatientengruppe?

In Deutschland werden jedes Jahr über 60.000 Kinder zu früh geboren. Damit stellen sie bei uns die größte Kinderpatientengruppe.

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Sind kleine Frühchen automatisch krank?

Nein, selbst von den über 8.000 sehr kleinen Frühgeborenen, die jedes Jahr in Deutschland mit einem Gewicht von weniger als 1.500 g zur Welt kommen, sind die meisten gesund. Das Problem ist aber ihre extreme Unreife, die ein Leben außerhalb des mütterlichen Körpers sehr erschwert.

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Ab wann gilt heute ein Kind als lebensfähig?

Die Grenze der (vermuteten) Überlebensfähigkeit verschiebt sich mit dem medizinisch-technischen Fortschritt immer weiter nach vorne. Während noch vor einigen Jahren die 28. Schwangerschaftswoche (SSW) als Limit galt, ist es heute die 22.-24. SSW.

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Wie hoch ist die Überlebenschance für Frühgeborene?

Die Sterberate (Mortalität) unter Frühgeborenen konnte in den letzten 15 Jahren von 8 auf 5 pro 1.000 gesenkt werden. Dennoch bleibt die Frühgeburtlichkeit einer der größten Risikofaktoren für den Tod des Kindes bei und kurz nach der Geburt.

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Welche Aussichten bestehen bei einer Frühgeburt zwischen der 24. und 26. SSW?

Die Überlebenswahrscheinlichkeit beträgt bei extremen Frühgeburten zwischen der 24. und 26. Schwangerschaftswoche inzwischen rund 80%.

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Was ist die Känguruh-Methode?

Die Känguruh-Methode gehört heute auch in Deutschland zum Standard in der klinischen Pflege von Frühgeborenen. Das Frühchen wird, sobald sein Zustand stabil genug ist, unbekleidet den Eltern auf die ebenfalls nackte Brust gelegt. So kann es, umhüllt und gut eingepackt in Decken, Tücher und Felle, stundenlang Mamas oder Papas Wärme und Herzschlag spüren.

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Ab wann kann ein Frühchen auch ohne Behinderung überleben?

Nach dem heutigen Erkenntnisstand liegt die kritische Grenze für ein Frühchen, ohne Behinderung zu überleben, bei 25 vollendeten Schwangerschaftswochen. Davor ist das Gehirn des sich noch entwickelnden Kindes extrem unreif und von Sauerstoffmangel und Blutungen bedroht.

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Welche Krankenhäuser dürfen kleine Frühchen versorgen?

Nach einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses dürfen Frühchen mit einem Gewicht von unter 1.250 Gramm nur noch in sogenannten Perinatalzentren mit höchster Versorgungsstufe (Level I) behandelt werden, in denen dies jährlich mindestens 30mal geschieht. Damit hat sich die Zahl der in Frage kommenden 140 Kliniken in etwa halbiert.

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