Stillen macht Kinderlungen gesund

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. Drucken

Stillen ist gut für Mutter und Kind. So ist erwiesen, dass gestillte Kinder ein besseres Immunsystem haben und seltener an Infektionen sowie Allergien erkranken. Neugeborene, die Muttermilch bekommen haben, weisen im Schulalter auch bessere Lungenfunktionswerte auf.

Eine Studie an 1.458 Schulkindern hat nachgewiesen, dass sich bei längerem Stillen größere Lungen entwickeln und die Durchgängigkeit der Atemwege erhöht wird. Das trifft im übrigen auch auf Mütter mit einer Asthma-Erkrankung zu. Auch bei denen hat sich das Atemzugvolumen der Kinder umso mehr vergrößert, je länger diese gestillt wurden. Gerade bei Müttern mit Asthma war lange vermutet worden, dass deren Kinder durch das Stillen häufiger an Asthma erkranken.

 

Mysteriöse Gesundheitshormone in der Muttermilch

Was den Zusammenhang von Stilldauer und Lugenfunktion ausmacht, wissen die Wissenschaftler bisher nicht. Dass diese Wirkung allein auf die in der Milch enthaltenen Abwehrstoffe zurückzuführen ist, glauben sie nicht. Zwar reduzieren diese die Zahl von Atemwegsinfekten in den ersten Lebensjahren und verbessern auf diesem Wege auch die Lungenfunktion. Doch das halten die Forscher nicht für den zentralen Punkt. Vielmehr vermuten sie, dass die Muttermilch hormonähnliche Substanzen enthält, die das Wachstum und die Widerstandsfähigkeit der Lunge fördern.

WANC 03.02.2012
Quelle: American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine online: doi: 10.1164/rccm. 201108-1490OC

 

 



Share on Facebook: Das gefällt mir

Diesen Artikel zum eigenen Facebook-Profil posten. Hier einfach klicken