Autismus: Es gibt frühe Zeichen

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Ob ein Kind unter einer autistischen Störung leidet, lässt sich neuen Studien zufolge schon im Säuglingsalter feststellen. Denn das Gehirn von Babys, die zu Autismus neigen, zeigt schon im Alter von sechs bis zehn Monaten Veränderungen. Und diese lassen sich messen.

 

Autismus im Kindesalter kann sich sehr unterschiedlich äußern

Was Autismus genau ist, lässt sich so genau gar nicht sagen. So betonen Kinderpsychiater der Universität Marburg, dass es eine Vielzahl von Symptomen, Ausprägungen und Formen gibt, die eine genaue Diagnose “oft erschweren”. In der Regel kapseln sich autistische Kinder ab, haben Kontakt- und Kommunikationsstörungen, die sich beispielsweise darin äußern, dass sie keinen Blickkontakt mit anderen Menschen aufnehmen. Oft zeigen sie stereotype Verhaltensmuster und geraten unvermittelt in Angst.

Glaubte man noch bis vor wenigen Jahren, dass es sich bei Autismus um eine seltene Störung handelt, geht man mittlerweile davon aus, dass zwischen 6-7 Kinder pro Tausend davon betroffen sind.

 

Früherkennung mit Gehirntest?

Wissenschaftler der Universtität London haben nun in einer Studie mit 104 Säuglingen herausgefunden, dass die Gehirne dieser Kinder schon im Alter von sechs bis zehn Monaten auffällige Aktivitätsmuster zeigen, wenn es um die Verarbeitung von Informationen geht. In dem Test schauten die Säuglinge auf Gesichter und blickten diese an oder zur Seite.

Ob sich dieses Verfahren der Messung der Gehirnaktivität allerdings für eine Früherkennung eignet, ist noch nicht sicher. Denn nicht alle Säuglinge (die im übrigen über mehrere Jahre beobachtet wurden), deren Gehirnmuster auffällig gewesen waren, entwickelten schließlich Autismus.

WANC 30.01.2012
Quelle: Current Biology, 10.1016/j.cub.2011.12.056; Philipps Universität Marburg

 

 





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