Zahlreiche Studien bestätigen: Fernsehen macht Kinder dumm

Je mehr Kinder fernsehen, desto weniger gut werden ihr späterer Schulabschluss und ihre Ausbildung. Auf diese simple Formel lässt sich das Ergebnis von drei aktuellen Studien aus den USA und Neuseeland bringen.

In diesen Studien wurde nicht nur nachgewiesen, dass die Güte des späteren Ausbildungsstatus direkt mit dem Ausmaß des kindlichen Fernsehkonsums zusammenhängt. Auch messbare Defizite, wie Leseschwäche oder mathematische Unfertigkeiten, waren bei den "Dauer-Glotzern" häufiger.

 

Tipps für Eltern

Die Frage, ob jetzt das Fernsehen dumm macht, oder dumme Kinder mehr fernsehen (das "Henne-oder-Ei-Problem), wurde zumindest in einer der Untersuchungen gezielt untersucht. Und das Fernsehen blieb der Übeltäter. Es wirkte sich also auch dann ungünstig aus, wenn alle sonstigen Rahmenbedingungen (Intelligenz, soziale Umgebung) ähnlich waren.

Interessant für Eltern: Vor allem ein eigener Fernseher in jungen Jahren scheint das Risiko für eine viel zu hohe TV-Zeit zu erhöhen. Vielleicht sollte man diesen Wunsch der Kinder also nicht gleich erfüllen.

Experten empfehlen folgende Faustregel:

  • kein eigener Fernseher (zumindest nicht vor der Pubertät)
  • nicht mehr als 1 Stunde Fernsehen täglich
  • nie direkt vor dem Schlafengehen
  • andere Interessen fördern

 

Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn 19.09.05

 

 





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