HbA1-Wert

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Der HbA1-Wert wird in der Diabetes-Diagnostik verwandt. Er drückt aus, wieviel Prozent der roten Blutkörperchen fest mit Zucker verbunden sind. Ist zuviel Zucker im Blut, wird auch mehr Zucker in den roten Blutkörperchen gebunden, das heißt, der HbA1-Wert ist erhöht.

Der Hintergrund:
HbA1 ist ein Einweißkörper der roten Blutkörperchen, der Zucker unlösbar an sich binden kann. Bei einem gesunden Menschen sind etwa 5% der roten Blutkörperchen mit Zucker verbunden: der HbA1-Wert liegt dann also bei 5%. Auch bei einem gut eingestellten Diabetes liegt der HbA1-Wert bei 5-6%. Ist bei einem Diabetes hingegen der Blutzucker nicht gut eingestellt, steigt der HbA1-Wert an.

Warum aber wird nun beim Arzt nicht einfach nur der Blutzucker gemessen, sondern stattdessen zusätzlich auch der HbA1-Wert? Dies hängt damit zusammen, dass der an die roten Blutkörperchen gebundene Zucker dort bis zu 90 Tage haften bleibt. Somit ist der HbA1-Wert eine Art Langzeitmesser. Während also der Blutzuckerwert aussagt, wie viel Zucker sich derzeit im Blut befindet, kann man aus dem HbA1-Wert ablesen, wie viel Zucker sich im Schnitt in den letzten 90 Tagen im Blut befand. War der Blutzucker beispielsweise vor einigen Wochen schlecht eingestellt, würde man das an einem erhöhten HbA1-Wert erkennen (während der Blutzuckerwert ja nur den aktuellen Stand zeigt).

Der HbA1-Wert ist deshalb in der Diabetes-Kontrolle von großer Bedeutung. Man kann an ihm ablesen, ob der Diabetes auch über einen längeren Zeitpunkt gut eingestellt ist.

Wichtig zu beachten ist dabei aber, dass auch ein "normaler" HbA1-Wert nicht ausschließt, dass die Blutzuckerwerte kurzfristig viel zu hoch sind. Da es sich um einen Durchschnitts-Langzeitwert handelt, sind solche kurzen Erhöhungen im HbA1-Wert nicht sichtbar. Auch ein insgesamt guter HbA1-Wert darf also nicht dazu verleiten, den Blutzucker nicht auch weiterhin regelmäßig direkt zu messen.

 

 

 



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