Warum muss ein Schwangerschaftsdiabetes unbedingt behandelt werden?
Bei der Schwangeren selbst können durch die Stoffwechselstörung Harnwegsinfekte oder auch Nierenbeckenentzündungen entstehen. Auch ein Bluthochdruck kann die Folge sein.
Viel bedeutsamer ist aber das Risiko für das ungeborene Kind. Die erhöhten Blutzuckerspiegel der Mutter übertragen sich via Nabelschnur auf den kindlichen Kreislauf. Die Folge ist ein zunehmendes Körpergewicht des Kindes, das aber in diesem Fall keineswegs positiv zu deuten, sondern Ausdruck einer Reifestörung ist. Wächst das Kind zu stark, drohen erhebliche Probleme bei der Geburt, zudem kann der gestörte Zuckerstoffwechsel zu einer ungenügenden Lungenreifung kommen.
Wird der Schwangerschaftsdiabetes erkannt und der Blutzucker der Mutter reguliert, bestehen in der Regel keine Risiken für das Kind.
Autor: Dr. med. Jörg Zorn
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