Wann tritt ein Schwangerschaftsdiabetes in der Regel auf?

Ein Schwangerschaftsdiabetes wird in der Regel zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche entdeckt. Der Grund: In dieser Schwangerschaftsphase werden die körpereigenen Zellen durch die Ausschüttung von Schwangerschaftshormonen unempfindlicher gegen Insulin. Und Insulin ist für die Blutzuckerregulation verantwortlich.

Normalerweise wird das vom Körper gut kompensiert. Liegt aber eine entsprechende Veranlagung vor, kommt es dann genau in dieser Zeit zum Auftreten der erhöhten Blutzuckerspiegel.

Wann ein Test besonders wichtig ist

In dieser sensiblen Schwangerschaftsphase wird deshalb auch ein Test auf Schwangerschaftsdiabetes empfohlen. Generell wird ein Test empfohlen, wenn die Schwangere über 30 Jahre alt ist. Bei unter 30jährigen ist eine vorsorgliche Untersuchung empfehlenswert beim Vorliegen von folgenden Risikofaktoren:

  • Übergewicht
  • Bluthochdruck
  • Fettstoffwechselstörungen
  • erhöhte Blutzuckerwerte oder erhöhte Zuckerwerte im Urin in früheren Untersuchungen
  • Diabetes bei Verwandten ersten Grades
  • früherer Schwangerschaftsdiabetes
  • frühere Geburt eines Kindes mit einem Geburtsgewicht über 4 kg

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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