Was sind normale Blutzuckerwerte?

Der Blutzucker liegt nüchtern normalerweise zwischen 3,9 und 5,5 mmol/l. Oder, wenn man eine andere gebräuchliche Messgröße benutzt, zwischen 70 und 99 mg/dl. Einige Experten definieren die Normwerte noch enger, nämlich auf 80-100 mg/dl.

Liegt der Blutzucker bei einer einmaligen Messung mal oberhalb der Normwerte, ist dies noch kein sicherer Beweis für einen Diabetes. Erst bei wiederholten Messungen oberhalb des Normbereichs oder einmaligen, extrem stark erhöhten Werten ist die Diagnose Diabetes so gut wie gesichert.

Der Begriff "Nüchtern-Blutzucker" ist dabei übrigens sehr ernst zu nehmen: Wer vor der Blutzuckerbestimmung "heimlich" etwas isst, macht sich damit evtl. kränker als er ist. Denn auch bei Menschen ohne Diabetes steigt der Blutzucker nach einer Mahlzeit kräftig an (auf bis zu 160 mg/dl).

Lesen Sie dazu auch:
Ab welchen Blutzuckerwerten liegt ein Diabetes vor?
Wie äußert sich ein Typ-2-Diabetes in der Frühphase?

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

Google-Anzeige Google-Anzeige Google-Anzeige