Was bringt die Inselzelltransplantation?
Die Inselzelltransplantation befindet sich noch im Forschungsstadium. Im Rahmen von Studien wird sie bereits an Patienten erprobt.
Das Prinzip: Von Organspendern werden Pankreas-Zell-Inseln (also Zellverbände aus der Bauchspeicheldrüse) entnommen und den Empfängern über die Lebervene transplantiert. Die übertragenen Inselzellen sollen sich iin der Leber verteilen, und von dort aus Insulin und dessen Gegenspieler Glukagon zur Blutzuckerregulation in die Blutbahn abgeben. Hauptziel dieser Behandlungsmethode ist, kein Insulin mehr spritzen zu müssen.
Derzeit gibt es aber noch zwei wesentliche Probleme: Zum Einen werden die transplantierten Zellen oft vom Empfänger abgestoßen. Um das zu verhindern, müssen sog. Immunsupressiva gegeben werden; dies sind Medikamente, die die (in diesem Fall unerwünschte) körpereigene Abwehr von Fremdstoffen unterdrücken. Sie kommen auch bei anderen Transplantationen zum Einsatz. Leider haben diese Immunsupressiva aber eine ganze Reihe an, teils erheblichen, Nebenwirkungen. Zum Anderen zeigen die bisherigen Studiendaten, dass die insulinabdeckung mit dieser Methode nicht ewig anhält. Nach einer gewissen Zeit müssen die Patienten also oft doch wieder Insulin spritzen.
Fazit: Noch ist die Inselzelltransplantion keine Methode für die Praxis. Es wird aber weiter intensiv daran geforscht, und es besteht die Hoffnung, dass die oben genannten Nachteile in Zukunft gemindert oder ausgeräumt werden können.
