Diabetisches Fußsyndrom: Hilfe mit operativer Nerven-Entlastung?

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Der "diabetische Fuß" ist eine der schwierigsten Komplikationen der Zuckerkrankheit. US-amerikanische Ärzte vermelden jetzt, dass sie in einigen Fällen sehr gut mit einer operativen Nervenentlastung helfen können.

 

Verlust des Schmerzempfindens wird zum Problem

Das diabetische Fußsyndrom entsteht im wesentlichen durch zwei Faktoren: eine schlechte Durchblutung im Fußbereich und eine beeinträchtigte Sensibilität durch geschädigte Nerven (diabetische Neuropathie). Diese beiden Faktoren führen dazu, dass selbst kleine Wunden am Fuß zu einem großen Problem werden können. Wegen der geschädigten Nerven ist das Schmerzempfinden gestört. Die Folge: Solche Wunden werden oft zu spät bemerkt und lange Zeit nicht adäquat behandelt. Infolge der Durchblutungsstörungen heilen sie zudem deutlich schlechter ab. So entstehen schlimmstenfalls chronische Wundinfektionen, die nur noch durch eine Amputation behandelt werden können. Allein in Deutschland müssen pro Jahr aus diesem Grund 25.000 Amputationen durchgeführt werden.

 

Entlastung der Nerven durch Operation

Bei einem Teil der Betroffenen wird die Nervenschädigung im Fußbereich auch dadurch gefördert, dass die Nervenbahnen eingeengt werden, wie der Chirurg Prof. Peter M. Vogt von der Medizinischen Hochschule Hannover berichtet. Dazu muss man wissen, dass diabetisch geschädigte Nerven mehr Wasser aufnehmen und dadurch etwas anschwellen. Und genau hier setzt die neue Behandlungsmethode an. Ein Neuro-Chirurg aus Baltimore/USA hat gezeigt, dass durch eine vorsorgliche Druckentlastung dieser Nervenbahnen die Beschwerden und auch die Zahl der Kompliktaionen deutlich verringert werden können. An zwei bis drei verschiedenen Stellen werden dabei operativ die Nerven "freigeschaufelt" und dadurch entlastet. Bei bisher rund 1.000 behandelten Patienten lag die Erfolgsquote bei rund 80%.

Voraussetzung allerdings: Vor dem Eingriff muss nachgewiesen werden, dass überhaupt eine Nervenkompression (Einengung) vorliegt. Nur dann nämlich ist die Methode aussichtsreich. Und nicht bei jedem diabetischen Fußsyndrom ist das der Fall.   

Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 22.02.08

 

 



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