Erhöhtes Diabetes-Risiko durch Selen
Nicht nur Ernährungswissenschaftler diskutieren, ob die ergänzende Zufuhr von Vitaminen oder Spurenelementen der Gesundheit dient. Verschiedene Studien belegen Zweifel. Jetzt betont eine Auswertung von Daten, dass die Einnahme von Selen das Risiko erhöht, an Diabetes zu erkranken.
Selen-Pillen erhöhen anscheinend das Risiko, an Diabetes zu erkranken. Auf welche Weise eine hohe Selen-Zufuhr die Diabetes-Gefahr steigert, ist jedoch noch nicht klar, sagt die Zeitung „Ärztliche Praxis“.
In einer Studie hatte die Universität Buffalo (US-Bundesstaat New York) über einen Zeitraum von sieben Jahren mehr als 1000 Hautkrebs-Patienten beobachtet. Die Hälfte von ihnen bekam täglich 200 Mikrogramm Selen, die andere ein Scheinmedikament. Die Patienten, die Selen einnahmen, erkrankten häufiger an Diabetes als jene, die die Plazebos schluckten.
Das Spurenelement Selen kommt von Natur aus in verschiedenen Lebensmitteln wie etwa Fisch, Nüssen und Eigelb vor und gilt als lebensnotwendig. Um den täglichen Bedarf eines Erwachsenen zu decken, reichen 30 bis 70 Mikrogramm Selen aus. Dennoch nehmen speziell in den USA viele Menschen zusätzliche Selen-Pillen oder Multivitamin- Präparate, die häufig ebenfalls Selen in größeren Mengen enthalten.
WANC 25.07.07
