Diabetes: Lebensstil größter Risikofaktor
Ein ungesunder Lebensstil als Erwachsener ist der größte Risikofaktor für Diabetes. Entscheidend sind Übergewicht und Mangel an Bewegung.
Faktoren aus der Kindheit wie das Geburtsgewicht sind für das Entstehen von Typ-2-Diabetes von weit geringerer Bedeutung als Fettleibigkeit im Erwachsenenalter. Forscher der University of Newcastle upon Tyne hatten für die Studie die Daten von 412 Männern und Frauen von ihrer Geburt an bis zum 50. Lebensjahr ausgewertet.
Entscheidend: Was man als Erwachsener tut
Das Fehlen körperlicher Aktivität und eine schlechte Ernährung als Erwachsener bis hin zum Entstehen einer Fettleibigkeit erhöhten die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung bis zum 50. Lebensjahr deutlich. Männer und Frauen mit einem höheren Körperfettanteil und höheren Verhältniswert zwischen Taille und Hüfte litten eher an einer Insulinresistenz. Das Geburtsgewicht oder die Ernährung als Kleinkind schienen das Diabetesrisiko anders als bisher angenommen nicht stark zu verändern.
Der leitende Wissenschafter Mark Pearce erklärte, dass es selbstverständlich besser sei, von Kindheit an gesund zu essen und regelmäßig Sport zu betreiben. Es sei jedoch nie zu spät damit anzufangen. Das gelte auch für Über-Fünfzigjährige. "Unsere Forschungsergebnisse legen nahe, dass es das Körperfett des Erwachsenen ist, das das Risiko einer Insulinresistenz und einer späteren Typ-2-Diabetes verändert."
WANC 06.07.05/pte
