Umfrage: Wass wissen die Deutschen über Diabetes?
Diabetes ist eine Zivilisationskrankheit. Das bedeutet, dass sie durch unseren Lebensstil geprägt wird. Durch eine Änderung des Lebensstils aber auch bekämpft werden kann. Wer das weiß, ist im Vorteil, weil er sich durch gesundes Verhalten schützen kann. Nur, wissen das die Leute? Eine Umfrage hat ergeben, dass es noch erhebliche Wissenslücken in der Bevölkerung gibt.
57% der Deutschen wissen z.B. nicht, dass es zwei Formen von Diabetes gibt. Von den ersten Anzeichen für eine Erkrankung - Abgeschlagenheit, stärkerer Durst und häufigere Infektionen – kennen 58% immerhin mindestens eines. Doch nur 17% sind sich darüber bewusst, dass es bei Diabetes auch den Aspekt der Vererbung gibt. Rund ein Drittel kennt keinen einzigen Risikofaktoren (z.B. ungesunde Lebensweise, Übergewicht, Bewegungsmangel). Und nur 2% wissen, dass auch Stress Diabetes begünstigen kann.
Unkenntnis bei den Jüngeren besonders groß
Wiederum ein Drittel kannte eine Folge von Diabetes, nämlich die der Augenerkrankungen, die bis zur Erblindung führen können. 22% nannten das diabetische Fußsyndrom, 16% das gesteigerte Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber nur 10% Herzinfarkt und Schlaganfall. Bei den unter 30jährigen ist die Unkenntnis besonders hoch. Mehr als die Hälfte dieser Altersgruppe konnte überhaupt keine Folgeerkrankung nennen.
Diabetesforscher mahnen nun, dass die Bevölkerung verstärkt über diese Erkrankung informiert werden müsse. Denn drei von vier Diabetesfällen könnten durch eine Änderung des Lebensstils vermieden werden. Dazu zählen fünf Maßnahmen: gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, Erreichen des Normalgewichtes, mäßiger Alkoholkonsum sowie Nichtrauchen.
WANC 11.11.2011
Quelle: Forsa, Bundesverband Deutscher Internisten
