Tetrazyklische Antidepressiva / Tetrazyklika
Tetrazyklische Antidepressiva (auch Tetrazyklika genannt) sind eine Medikamentengruppe gegen Depressionen, die den Trizyklika ähnelt. Ebenso wie die trizyklischen Antidepressiva sind die Tetrazyklika recht umfassend in ihrem Wirkspektrum, dafür aber wenig spezifisch.
Im direkten Vergleich zu den Trizyklika sind die Tetrazyklika weniger stark wirksam, haben dafür aber auch weniger Nebenwirkungen.
Tetrazyklika sind besonders wirksam auf den Noradrenalin-Spiegel im Gehirn und führen über eine Erhöhung des Noradrenalins zu einer Antriebssteigerung. Deshalb werden sie häufiger bei älteren Menschen mit ausgeprägter Antriebsschwäche verordnet.
Zur Wirkstoffgruppe der Tetrazyklika gehören:
Maprotilin: stimmungsaufhellend und beruhigend
Mianserin: wie Maprotilin, zusätzlich gegen Angstzustände
Mirtazapin: beruhigend, wird wegen seiner geringen Kreislaufbelastung häufiger bei älteren Menschen verordnet
