Was ist bei einer Einweisung in die Psychiatrische Klinik zu befürchten?
Nichts. Nehmen Sie das Angebot für eine behütete Auszeit von der im Alltag erlebten Überforderung ruhig an und gönnen Sie sich die Annahme fremder (therapeutischer) Hilfe.
Â
Bei vielen Gesunden läuten die Alarmglocken, wenn von einer Einweisung in die Psychiatrie die Rede ist. Horrorszenarien spielen sich vor dem geistigen Auge ab, die „Klapse“ gilt auch nach Jahren und Jahrzehnten der Antistigma-Aufklärung noch für viele als das gesellschaftliche „Aus“.
Zu Unrecht. Die stationäre Aufnahme bietet Menschen mit schwerer Depression – und für die ist sie in erster Linie auch gedacht – einen behüteten Rückzugsort, um zur Ruhe und Besinnung zu kommen und adäquat medizinisch behandelt werden zu können. Moderne psychiatrische Kliniken und Behandlungskonzepte haben mit dem im legendären Filmklassiker „Einer flog über das Kuckucksnest“ gezeichneten Anstaltsirrsinn nichts (mehr) gemein.
Es gelten die gleichen Grundsätze wie auch bei Klinikaufenthalten aufgrund körperlicher (somatischer) Erkrankungen: Als Patient sollte man, so gut es geht, am eigenen Heilungsprozess mitwirken, den Aufbau einer vertrauensvollen therapeutischen Beziehung ermöglichen und gleichzeitig nicht auf das Mitdenken – und berechtigte Ansprüche – in eigener Sache verzichten …
Â
Â
