Was ist bei der Einnahme von Lithium zu beachten?
Der Stimmungsstabilisierer Lithium ist ein bewährtes und gut erforschtes Medikament in der Behandlung und Vorbeugung seelischer Erkrankungen. Er wird so dosiert, dass der Blutspiegel in der Regel zwischen 0,6 und 0,8 mmol/l liegt.
Zu beachten ist dabei die geringe therapeutische Breite von Lithium. Das bedeutet, dass bei niedrigeren Werten die rückfallverhütende Wirkung aufgehoben ist und bei höheren Spiegeln verstärkt Nebenwirkungen bis hin zu Vergiftungserscheinungen auftreten können.
Deshalb sind regelmäßige Messungen der Lithiumkonzentration im Blut erforderlich.
Möchte man die Lithium-Einnahme beenden, wird ein langsames Ausschleichen empfohlen. Bei zu raschem Absetzen kann es sonst zu Erscheinungen wie Reizbarkeit, Ängstlichkeit, labiler Gemütslage und innerer Unruhe kommen. Bei bipolaren Erkrankungen droht durch abruptes Absetzen im schlimmsten Fall der erneute Ausbruch einer manischen Phase.
Für Schwangere besteht eine relative Kontraindikation für die Einnahme von Lithium. Das bedeutet, eine Lithiumtherapie sollte nur in enger Abstimmung mit dem Arzt erfolgen und nur, wenn dies für unerlässlich gehalten wird. Grund ist, dass das Fehlbildungsrisiko unter Lithiumtherapie steigt.
Weitere Gegenanzeigen, bei denen Lithium nicht oder nur unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen geeignet ist, sind:
- Chronisch myeloische Leukämie (CML)
- krankhafte Muskelschwäche (Myasthenia gravis)
- natriumarme Diät
- Nebennierenrindeninsuffizienz (Morbus Addison)
- schwere Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
- schwere Nierenfunktionsstörung
- Vorsicht bei Anfallsleiden (Epilepsie)
- Vorsicht bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Vorsicht bei Nierenfunktionsstörung
- Vorsicht bei Schilddrüsenunterfunktion
- Vorsicht bei Schuppenflechte
