Eine kranke Psyche schädigt das Herz
Depressionen erhöhen das Risiko für eine konorare Herzkrankheit (KHK). So haben Patienten mit Depressionen ein um 64% erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen.
Wissenschaftler betonen, dass Depressionen mittlerweile neben Bluthochdruck, erhöhten Blutfettwerten, Rauchen und Diabetes Typ 2 eine der wichtigsten Ursachen für eine KHK sind. Erstaunlich: Das Sterberisiko eines Übergewichtigen (Body Mass Index über 30) ist kaum erhöht. Mit einer Depression steigt es um das Dreifache an.
Warum Depressionen so negativ auf das Herz wirken, hat mehrere Gründe. Depressive Menschen scheinen sich grundsätzlich weniger um ihre Gesundheit zu kümmern: Sie ernähren sich ungesünder, bewegen sich weniger und rauchen mehr.
Depressionen beeinträchtigen das Nervensystem, das aber Atmung und Herzschlag steuert. Gerät das Nervensystem aus den Fugen, hat das unmittelbare Folgen für die lebenswichtigen Funktionen. Außerdem finden sich im Blut von depressiven Patienten erhöhte Entzündungswerte, die wahrscheinlich von chronischem Stress durch die psychische Erkrankung erzeugt werden. Das führt dazu, dass sich die Blutgerinnung verändert und das Herz schädigt.
WANC 23.09.2011
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM)
