Hinter Rückenschmerzen, Tinnitus oder Burnout kann auch eine Depression stecken

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Unter Depressionen leiden in Deutschland etwa 4 Millionen Menschen. Allerdings wird nur ein Bruchteil dieser Menschen ausreichend behandelt, wie Prof. Detlef Dietrich, Ärztlicher Direktor des AMEOS Klinikums in Hildesheim, kürzlich erläuterte.

Warum das so ist, lässt sich vor allem mit den vielen Fragezeichen erklären, die hinter der Entstehung von Depressionen stehen. So kommt es, dass viele Ärzte die Erkrankung, die sich oft hinter körperlichen Beschwerden versteckt, gar nicht erkennen und dafür Ausweichdiagnosen wie chronischer Rückenschmerz, Tinnitus, Burnout oder Fibromyalgie verstecken.

Inzwischen weiß man, dass Depressionen meist durch eine Kombination von genetischen Einflüssen, biologischen Veränderungen und psychosozialem Stress verursacht werden. Beispiel Genetik: Für einen eineiigen Zwilling bedeutet eine Verwandtschaft zu einem depressiven Patienten ein Erkrankungsrisiko von ca. 40% gegenüber 5-8% in der Allgemeinbevölkerung. Beispiel Biologie: Infektions- oder Schilddrüsenerkrankungen sowie Alzheimer oder die Parkinson-Erkrankung erhöhen die Wahrscheinlichkeit für eine Depression.

Die Behandlung der Patienten basiert auf psychotherapeutischen Verfahren sowie ergänzend einer medikamentöse Behandlung.

WANC 22.09.2011
Quelle: Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Deutsche Gesellschaft für Neurologie, European Depression Association in Deutschland (EDA)

 



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