Die wichtigsten Fragen auf einen Blick
Auf diesem Portal finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema depressive Erkankungen (Depressionen).
Wir, ein Team aus Ärzten, medizinischen Redakteuren und Patienten, stellen laufend weitere Fragen und Antworten zum Krankheitsbild Depression ein.
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Psychopharmaka: Sind Vorbehalte berechtigt?
Mit dem Misstrauen gegenüber Psychopharmaka haben sich Wissenschaftler der TU München auseinandergesetzt. Sie kommen in ihrer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass die Mittel, die sich auf die Psyche eines Menschen auswirken, zumindest auf lange Sicht nicht weniger wirksam sind als Medikamente gegen andere Krankheiten.
Überstunden können zu Depressionen führen
Dass die Umstände, unter denen man seinen Job erledigt, oder die Arbeit selbst Einfluss auf die Psyche nimmt, wird mittlerweile kaum noch bestritten. Doch inzwischen kommen Wissenschaftler immer mehr Einzelheiten auf die Spur. So haben Forscher nun ermittelt, dass tägliche Mehrarbeit über einen längeren Zeitraum das Risiko drastisch erhöhen kann, an einer Depression zu erkranken.
Depressionen: auch das Herz ist in Gefahr
Eine Depression kann das Risiko für die koronare Herzkrankheit (KHK) erhöhen. Bei Studien mit mehr als 120.000 Teilnehmern, die über einen Zeitraum von rund zehn Jahren beobachtet wurden, bedeutete eine Depression eine um 64% größere Wahrscheinlichkeit, einen Herzinfarkt zu bekommen.
Depressionen und Entzündungen: dem Zusammenhang auf der Spur
Eines wissen Wissenschaftler mit Sicherheit: Irgendwie hängen Depressionen und chronische Entzündungskrankheiten zusammen. Aber wie? Befördern Depressionen die Entstehung von Entzündungen oder ist es genau anders herum? US-amerikanische Ärzte glauben nun, des Rätsels Lösung nahe gekommen zu sein.
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Antidepressiva: kaum Unterschiede in der Wirksamkeit
Die 13 am meisten verwendeten Antidepressiva der zweiten Generation wurden jetzt untereinander und mit älteren Wirkstoffen verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Wirksamkeit der Mittel trotz großer Preisunterschiede sehr ähnlich und damit der Nutzen vergleichbar ist. Unterschiede wurden bei den Nebenwirkungen und in der Zeit bis zum Ansprechen festgestellt.
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Depressionen sind ein Risikofaktor für Schlaganfall
Wer unter Depressionen leidet, hat ein um 45% erhöhtes Risiko für einen Hirnschlag. Und gegenüber Nichtdepressiven ist die Gefahr, daran zu versterben, sogar um 55% erhöht.
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Wie wirken Aurorix®, Moclix®, Rimoc®, Moclobeta®, moclodura® und Moclonorm®?
Alle genannten Präparate enthalten als Wirkstoff das Antidepressivum Moclobemid. Moclobemid wirkt antriebsteigernd und stimmungsaufhellend. Die Mittel werden bei ausgeprägter Unsicherheit im Umgang mit Menschen und bei schweren Depressionen eingesetzt.
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Welche Nebenwirkungen können unter Moclobemid auftreten?
Mögliche Nebenwirkungen unter dem Antidepressivum Moclobemid sind Kopfschmerzen, Unruhezustände mit Schlafstörungen, Mundtrockenheit, Übelkeit und Schwindelgefühle.
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Welche Nebenwirkungen können unter Jatrosom® auftreten?
Mögliche Nebenwirkungen unter dem Antidepressivum Jatrosom® (Wirkstoff: Tranylcypromin) sind vor allem Erregungszustände und Blutdruckschwankungen. Die Erregungszustände können sich in Ängsten und Schlafstörungen äußern.
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Kaffee wirkt gegen Depressionen
Wie schön. Kaffee zu trinken, vermindert das Risiko, an Depressionen zu erkranken, sagt eine neue Studie. Damit wird Kaffee langsam zum Arzneimittel. Denn schon in früheren Untersuchungen sorgte Kaffee dafür, das es zu weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weniger Diabetesfällen und weniger Cholesterin im Blut kam.
Eine kranke Psyche schädigt das Herz
Depressionen erhöhen das Risiko für eine konorare Herzkrankheit (KHK). So haben Patienten mit Depressionen ein um 64% erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen.
Hinter Rückenschmerzen, Tinnitus oder Burnout kann auch eine Depression stecken
Unter Depressionen leiden in Deutschland etwa 4 Millionen Menschen. Allerdings wird nur ein Bruchteil dieser Menschen ausreichend behandelt, wie Prof. Detlef Dietrich, Ärztlicher Direktor des AMEOS Klinikums in Hildesheim, kürzlich erläuterte.
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Depressionen: Bei Männern völlig anders als bei Frauen
Männer gehen mit Depressionen völlig anders um als Frauen. Und nicht zu ihrem Vorteil. Sie suchen seltener einen Arzt auf und begehen - unter anderem deshalb - häufiger Selbstmord. Dies ist das Ergebnis einer Studie an der Universität Freiburg unter Leitung von Professor Mathias Berger.
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Depressionen erhöhen das Herzinfarkt-Risiko bei Frauen
Frauen, die unter Depressionen leiden, haben ein erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen. Und diejeinigen Frauen, die gegen ihr psychisches Leiden Antidepressiva einnehmen, tragen ein sogar noch höheres Risiko.
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Stimmt es, dass man keinen Alkohol trinken darf, wenn man Tranylcypromin (Jatrosom®) einnimmt?
Ja. Zumindest wird davor ausdrücklich gewarnt. Der Grund: Das Antidepressivum kann die Wirkung von Alkohol in unvorhersehbarer Weise verändern und verstärken.
Warum darf man keinen alten, reifen Käse essen, wenn man Tranylcypromin (Jatrosom®) einnimmt?
Der nichtselektive MAO-Hemmer Tranylcypromin (Jatrosom®) verbessert nicht nur die Stimmung, sondern verhindert als Nebeneffekt auch den Abbau der Aminosäure Tyramin. Diese Aminosäure wiederum wirkt in größerer Menge blutdrucksteigernd.
Was hat das Enzym MAO mit Depressionen zu tun?
Die Abkürzung MAO steht für Monoaminoxidase. Dieses Enzym ist dafür verantwortlich, die Botenstoffe Noradrenalin und Serotonin abzubauen.
Immer mehr psychisch Kranke im Krankenhaus
Der Anteil der Patienten mit psychischen Erkrankungen in deutschen Kliniken nimmt zu. In den letzten zwanzig Jahren hat sich ihre Zahl verdoppelt. Die häufigsten Diagnosen sind dabei Depression und Schizophrenie. Das geht aus einem aktuellen Krankenhaus-Report hervor.
Alarmierend: Viele Europäer nehmen Antidepressiva
Rund 8% aller Europäer nahmen im vergangenen Jahr Medikamente gegen Depressionen. Besonders stark betroffen ist die Altersgruppe der 45- bis 54-Jährigen. Eine Studie des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) hat dazu 30.000 Europäer in 27 Ländern befragt.
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Neue Hilfe bei schweren Depressionen
Das "Schlafhormon" Melatonin könnte ein wirksames Mittel gegen Depressionen sein. Dies haben australische Wissenschaftler in mehreren kleinen Studien herausgefunden. Der körpereigene Botenstoff Melatonin ist in den USA freiverkäuflich erhältlich und wird gern gegen den "Jetlag" nach Überseeflügen angewendet, um die innere Uhr wieder einzutakten.
Altersdepression: Unterschätzt, verkannt, verdrängt
Wenn ältere Menschen eine Depression bekommen, wird diese häufig nicht erkannt. Angehörige erklären sich den sozialen Rückzug mit dem "Komischwerden im Alter". Ärzte verkennen die merkwürdige Stimmungslage als beginnende Demenz. Auf diese unterschätzte Gefahr haben jetzt erneut Experten hingewiesen.
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Warum sollte bei Behandlung mit Lithium nicht das Schmerzmittel Ibuprofen eingenommen werden?
Weil Ibuprofen die Ausscheidung von Lithium über die Nieren verringert.
Was haben Obst und Gemüse mit Depressionen zu tun?
Eine britische Studie hat kürzlich einen Zusammenhang zwischen Ernährungsgewohnheiten und Depressionen festgestellt. Demnach verringert sich das Risiko depressiv zu werden um 26%, wenn man viel Gemüse, Obst und Fisch zu sich nimmt.
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Welche Rolle spielen Depressionen für das Herz?
Verschiedene Studien deckten einen Zusammenhang zwischen Depressionen und der koronaren Herzerkrankung auf. Dabei sind Depressionen nicht nur für die Entstehung der Herzkrankheit bedeutsam, sondern auch für den Verlauf.
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Wie wirkt Jatrosom®?
Jatrosom® ist ein Antidepressivum und enthält den Wirkstoff Tranylcypromin. Tranylcypromin wiederum ist ein sogenannter MAO-Hemmer.
Stimmt es, dass Antidepressiva die Erektionsfähigkeit vermindern können?
Ja, in seltenen Fällen können Antidepressiva (Medikamente gegen Depressionen) zu Problemen mit der Erektion führen.
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Kann Johanniskraut zusammen mit anderen Medikamenten eingenommen werden?
Ja. Allerdings sind dabei einige mögliche Wechselwirkungen zu beachten. Nimmt man ein Johanniskraut-Präparat ein, kann dies die Wirkspiegel anderer Arzneimittel im Blut senken.
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Kann Johanniskraut vom Arzt verschrieben werden oder muss man es selbst kaufen?
Extrakte aus Johanniskraut können zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnet werden, wenn das Arzneimittel mindestens 300 mg Extrakt pro Tablette enthält und zur Therapie mittelschwerer depressiver Episoden zugelassen ist.
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Schützt weniger Schlaf gegen Depressionen?
Ja, allerdings nur in therapeutischer Form als gezielter Schlafentzug. Dauerhafter Schlafmangel ist dagegen sowohl als krankheitsbegünstigender Faktor anzusehen als auch als Ausdruck eines depressiven Krankheitsgeschehens, bei dem Schlafstörungen zu den häufigeren Symptomen zählen.
Wie kann ich mich vor einer Depression schützen?
Auch eine (erblich bedingte) Veranlagung zur Depression bedeutet nicht, dass diese auch tatsächlich entstehen muss. Zu den wissenschaftlich ermittelten Schutzfaktoren zählen:
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Welche Faktoren spielen für die Auslösung einer Depression eine Rolle?
Eine Depression zieht man sich nicht zu wie einen Beinbruch. Vielmehr müssen verschiedene Umstände zusammenkommen, wie es auch der Begriff des biopsychosozialen Krankheitsmodells zum Ausdruck bringt.
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Warum werden manche Menschen depressiv und andere nicht?
Nur ein Teil der Menschen erkrankt unter vergleichbaren Umständen an Depressionen. Warum das so ist, konnte bisher nicht geklärt werden. Wissenschaftliche Untersuchungen, darunter Studien mit Zwillingen, legen den Schluss nahe, dass das Erbgut eine gewisse Rolle für die Empfindlichkeit gegenüber seelischen Belastungen spielt.
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Können auch Kinder an einer Depression erkranken?
Nicht nur Erwachsene leiden an Depressionen. Experten vermuten, dass auch etwa 2% der Kinder unter 12 Jahren und 5% der Jugendlichen unter 20 Jahren an depressiven Störungen erkranken.
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Was ist bei der Einnahme von Lithium zu beachten?
Der Stimmungsstabilisierer Lithium ist ein bewährtes und gut erforschtes Medikament in der Behandlung und Vorbeugung seelischer Erkrankungen. Er wird so dosiert, dass der Blutspiegel in der Regel zwischen 0,6 und 0,8 mmol/l liegt.
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Was sind positive Eigenschaften von Lithium?
Lithium wird bereits seit Mitte des 20. Jahrhunderts als Medikament in der Psychiatrie eingesetzt. Dort wird es als Stimmungsstabilisierer vor allem zur Vorbeugung gegen Rückfälle bei bipolaren affektiven Störungen und Depressionen eingesetzt. Es ist in seiner Anwendung gut erforscht und hat als Psychopharmakon einige Vorteile zu bieten:
Welche therapeutische Wirkung hat Lithium?
Lithium hat sich seit Jahrzehnten als wirksames Mittel zur Stimmungsstabilisierung und gegen Rückfälle bei bipolaren affektiven Störungen bewährt, um neue depressive oder manische Episoden zu verhindern. Neben diesem Hauptanwendungsgebiet kann Lithium auch bei der Behandlung von Depressionen zur Verstärkung eines Antidepressivums eingesetzt werden (Lithiumaugmentation).
Was sind Phasenprophylaktika?
Phasenprophylaktika oder Stimmungsstabilisierer („Mood Stabilizer“) sind Medikamente, die bei bipolarer (manisch-depressiver) Störung und schizoaffektiver Störung sowie bei chronisch rezidivierender Depressionen zur Verhinderung neuer Krankheitsphasen angewendet werden. Zum Einsatz kommen vor allem Lithium, Valproinsäure, Carbamazepin und seltener auch andere Substanzen.
Muss man Äußerungen über Selbstmordabsichten ernst nehmen?
Unbedingt. Sofern es sich nicht eindeutig um eine spaßhafte oder ironische Bemerkung handelt, ist jeder noch so versteckte Hinweis auf eine Selbsttötungsabsicht ernstzunehmen. Dazu zählen neben mehr oder weniger direkten Andeutungen, dem eigenen Leben ein Ende zu machen, etwa auch Bemerkungen über die Sinnlosigkeit des Lebens, ferner Rückzugstendenzen oder Selbstisolation.
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Wie häufig führen Depressionen zum Selbstmord?
Leider viel zu häufig. Zwar konnte die Selbstmordprävention in Deutschland verbessert werden, doch nehmen sich immer noch 10 bis 15% der Betroffenen mit einer schweren Depression irgendwann das Leben. Fast die Hälfte begeht einen Selbstmordversuch.
Was sind negative Eigenschaften von Antidepressiva?
Wenn Sie sich auf Anraten Ihres Arztes dazu entschließen, Antidepressiva einzunehmen, sollten Sie dies mit Kenntnis der Eigenschaften dieser Medikamente tun, um Ihren eigenen Behandlungserfolg weder durch Anwendungsfehler noch durch mangelnde „Therapietreue“ (Compliance) zu gefährden.
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