Woran sterben Menschen mit einer Demenz oder Alzheimer?

Das ist eine Frage, die sich viele Angehörige stellen. Verkürzt ein Alzheimer die Lebenserwartung? Oder in schlimmen Fällen: Was erlöst die Betroffenen?

Tatsächlich ist es so, dass die Demenz-Erkrankung selbst, also der Verlust an Nervenzellen im Gehirn, das Leben nicht direkt bedroht. Man kann also nicht an einer Demenz sterben.

Allerdings ist das nur die halbe Wahrheit. Denn bei einer fortgeschrittenen Demenz oder einer Alzheimer-Erkrankung ist die Lebenserwartung letztlich doch oft verkürzt.

Das hängt vor allem mit der irgendwann entstehenden Bettlägerigkeit zusammen. Auch der Verlust von Körperfunktionen – in Spätstadien kann es zum Beispiel vorkommen, dass die Betroffenen nicht mehr kauen können oder ihren Stuhl nicht mehr kontrollieren können – spielt hier eine wichtige Rolle.

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All das resultiert in einer höheren Anfälligkeit für schwere Infektionen. Nicht wenige Demenz-Kranke sterben an einer Lungenentzündung.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn
Quelle: Alzheimer Forschung Initiative

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Wie verläuft eine Demenz oder ein Alzheimer im Endstadium?

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Kommentare (5)
Isolierung einer dementen Mutter
5 Dienstag, den 14. März 2017 um 01:48 Uhr
Karin Beck 0650/8050055
Meine Mutter hat laut Dr.Bacher, Dr.Lingg und Dr.Sausgruber Mittelgebirge Alzheimer. Jetzt wird sie isoliert, das Vermögen hat sie NACH diesen Gutachten verschenkt. Die Hausärzte wurden gewechselt. Wo bekommt man Hilfe? Was tun?
Demenz
4 Montag, den 18. Mai 2015 um 02:14 Uhr
Gaby
Meine Mutter, 80 Jahre, ist mit dieser Diagnose auch in einem Pflegeheim. Jedesmal, wenn ich sie besuche, weint sie sehr viel und ist sehr traurig. Sie mòchte wieder nach Hause und hat Heimweh.
Jetzt meine Frage...da sie alleine nicht wohnen kann, gibt es irgendwie Betreuung, und wie ist das mit den Kosten? Tagsüber könnte sie in eine Art Betreuung einer speziellen Einrichtung. Nur nachts und am WE bráuchte sie Hilfe.
Mir bricht es fast das Herz, meine Mutter so leiden zu sehen. Sie hat so Heimweh.
Vater
3 Montag, den 18. Mai 2015 um 00:45 Uhr
sylvia (58jahre)
Mein Vater befindet sich seit 3 Jahren im Pflegeheim. Mittlerweile hat er die 3. Stufe erreicht.
Es ist hart, hilflos zu sein. Er erkennt seit ca. 6 Wochen niemanden mehr, wird schon seit langer Zeit gewickelt, sitzt den ganzen Tag im Rollstuhl, der Versuch des Pflegepersonals ihn ins Bett zu bringen, scheitert an seinen doch noch aggressiven Ausbrüchen. Obwohl er in den letzten Wochen massiv an Gewicht verloren hat.
Ich hatte das GLÜCK, ein Pflegeheim zu finden, das Personal freundlich und jederzeit absprachefähig, Versorgung gut!
Demenz
2 Dienstag, den 28. April 2015 um 20:23 Uhr
Carla
Ich habe meine Mutter gestern ins Pflegeheim gebracht. Heute ging es es ihr schlecht. Sie hat eine gekrümmte Körperhaltung und einen starken Speichelfluss. Das hatte sie vorher nicht. Aber sie schläft auch nicht und ist sehr unruhig.
Mein Vater und die Demenz
1 Dienstag, den 28. April 2015 um 14:32 Uhr
Andreas 51
Als ich hier diesen Artikel las, bin ich mir bewusst geworden, dass mein Vater (87) wohl das Endstadium der Demenz erreicht hat. Seit ein paar Wochen kann er sein Bett nicht mehr verlassen, oder wenn, dann nur noch mit fremder Hilfe in einem Rollstuhl. Mein Vater isst nichts mehr, das wenige was er noch schlucken, kann erbricht er wieder.
Demenz ist ein ganz langsames Sterben. Für alle Beteiligten sehr schlimm. In meinem Fall sehe ich meinen Vater, einst ein kräftiger 100 Kilo-Mann, langsam kaputt gehen. Okay, 87 ist ein gutes Alter, doch vor allem einem lieben Menschen wünscht man nicht so eine abartige Krankheit.
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