Wie lange dauert eine Alzheimer-Erkrankung? Wie hoch ist die Lebenserwartung?

Wie eine Alzheimer-Erkrankung verläuft, wie schnell sie fortschreitet und wie lange die Betroffenen damit noch leben, ist individuell extrem unterschiedlich und deshalb pauschal nicht vorherzusagen.

Betrachtet man die reine Statistik, leben Menschen mit Morbus Alzheimer nach der Diagnosestellung im Schnitt noch sieben Jahre. Aber mit Statistik kommt man hier nicht weit. Denn zum einen ist zu bedenken, dass viele der Betroffenen zum Zeitpunkt der Diagnose schon sehr alt sind, die Lebenserwartung also (zumindest statistisch) ohnehin nicht mehr so hoch ist. Mit 88 Jahren kann man auch an Herzversagen oder reiner Altersschwäche sterben.

Zum anderen gibt es Fälle, in denen die Betreffenden noch 20 Jahre mit der Erkrankung leben. Auch die Geschwindigkeit, in der die Erkrankung voranschreitet, ist individuell sehr unterschiedlich.

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Autor: Dr. med. Jörg Zorn
Quelle: Alzheimer Forschung Initiative

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Kommentare (12)
Meine Frau
12 Samstag, den 09. Juni 2018 um 21:42 Uhr
Reinhard Desar
Meine Frau (66 Jahre) ist vor 3 Jahren an Demenz erkrankt. Ich bin 60. Wir sind seit 38 Jahren verheiratet. Ich liebe sie immer noch. Wie am ersten Tag! Ich habe alle Hilfe in Anspruch genommen. Nachts ist sie bei mir. Das Schlimmste ist, wenn sie schläft und man sie beobachtet. Und wenn sie im Schlaf redet, ist das das Schlimmste in meinem Leben. Ich mache alles für sie - aber, wie geht es weiter?
Lebensqualität
11 Samstag, den 03. Februar 2018 um 11:55 Uhr
HG Maier
Meine Mutter bekam vor 11 Jahren die Diagnose Alzheimer. Sie war und ist schon immer sehr lebensbejahend und hängt auch an ihrem Leben. Bis heute geht sie auf andere Menschen zu. So schwer es mir mit der Krankheit zu Beginn gefallen ist, erlebe ich heute, wie viel Menschen mit Demenz und Alzheimer noch zu geben haben. Wenn man es zulässt und auch selbst wahrnehmen kann. Bei meiner Mutetr bin ich sehr stolz darauf.
Mittlerweile ist es oft so, dass ich den Eindruck habe, dass sie mich gar nicht mehr erkennt. Aber das Wissen darum ist mir nicht (mehr so) wichtig, denn entscheidend ist, wie wir miteinander umgehen, wie wir in Kontakt sind. Ich habe das Gefühl, dass meine Mutter merkt, dass wir zusammen gehören und dass Sie in der ihr eigenen Weise reagiert.
In ihrem Umfeld (nach Jahren mit osteuropäischer Betreuung jetzt seit 2 Jahren in einem kleinen Seniorenpflegeheim) ist sie sehr beliebt. Alle sagen, dass ihnen etwas fehlen würde, wäre meine Mutter nicht da. Die Diagnose war nicht das Ende, es wurde anders. Auch habe ich nie den Eindruck gehabt, dass meine Mutter unglücklich sei. Sie misst das alles mit ihren eigenen Maßstäben in der jeweils aktuellen Situation.
Etwas Furcht habe ich vor einer Zeit, in der sie voll ins Liegen kommt und diese ganzen Interaktionen im Alltag so nicht mehr möglich sind.
Demenz
10 Sonntag, den 17. Dezember 2017 um 20:26 Uhr
rena samka
2012 hat mein Hausarzt Demenz bei mir diagnostiziert. Ich befinde mich nun also im fünften Jahr dieser Krankheit. Weitere Ärzte verhalten sich mir gegenüber dementsprechend: "... kann dem Gesprächsverlauf nicht folgen...", ect.
Ich trete gerade einem Sterbehilfeverein bei und habe mich vorsichtshalber von meinen Kindern und Enkeln zurückgezogen, damit sie mein kommendes Elend nicht miterleben müssen.
Wann ist denn nun mit dem Ausbruch des Verfalls zu rechnen, wenn ich mich doch bis jetzt noch geistig total fit fühle - ohne jegliche Einschränkungen?
Ich leide natürlich unter extremer Angst, dass ich quasi ab morgen schon "verrückt" bin, und habe mich prophylaktisch bereits aus dem gesellschaftlichen Leben zurückgezogen.
Kann es sein, dass man seine Demenz gar nicht bemerkt?
Demenztees
9 Freitag, den 01. Dezember 2017 um 19:14 Uhr
A.Bergmann
Alles Gute für deine Mutter weiterhin, schön, dass was hilft. Bei meiner Großmutter, jetzt über 10 Jahre dement, kann nicht mehr viel helfen. Vielleicht hätte man ihr ein paar Jahre früher was natürliches geben sollen statt der Demenzmittel vom Psychiater. Hätte ihr auch gewünscht, gut über 90 zu werden, aber jeder kann das nicht schaffen und mit Demenz ist die Chance noch geringer.
Neben grünem Tee oder Ginseng, Ginkgo etc. gibt es ja noch zu diesem griechischen Bergtee seit einiger Zeit positive Meldungen, inzwischen auch als Kapseln zu bekommen. Soll wohl bei einigen Testpersonen gut gewirkt haben. Ist halt die Frage mit dem mischen und dosieren. Was kann man zusammen nehmen und was nicht. Aufhalten oder verbessern lässt sich das ja nicht wirklich. Vitamin D und K2 wie auch Magnesium und auch Kräuter sind sicher auch gut als Vorbeugung und zur Behandlung.
Auch asiatische Vitalpilze, Hopfenextrakt, Aminosäuren oder Weinextrakt- Resveratrol soll bei Alzheimer Wirkung zeigen. Ja, es gibt sooo viele gute Sachen. Vielleicht gibt es die Krankheit bald nicht mehr.
Naturmittel gegen Demenz
8 Freitag, den 01. Dezember 2017 um 11:34 Uhr
Simone Gerbert
Ich habe über Facebook von dem Nahrungsergänzungsmittel „neurofelixir“ erfahren und einfach mal eine Packung (mit dem Omega-3 Öl) bestellt. Ich hatte mich davor bereits intensiv mit der Wirkung von grünem Tee und anderen Polyphenolen beschäftigt und finde die Kombination recht spannend. Vor allem die Dosierung der einzelnen Stoffe ist beachtlich. Meine Mutter spricht erstaunlich gut darauf an, auch wenn es Ihr nicht schmeckt – es ist sehr bitter. Sie fühlt sich fitter und kann wieder deutlich besser durchschlafen. Außerdem habe ich das Gefühl, dass sie sich in Gesprächen besser konzentrieren kann und dass sie auch einfach wieder mehr Eigenantrieb hat. Für uns also ein echter Lichtblick!
Naturmittel gegen Demenz?
7 Freitag, den 01. Dezember 2017 um 00:53 Uhr
Adrian B.
Wer hat gute Erfahrungen mit Kokossöl, Kurkumin, cbd-Öl, Gr. Beergtee, Liponsäure etc. gegen Demenz wie Alzheimer? Kann man damit länger besser damit leben oder den Ausbruch der Demenz hinauszögern? Wie sieht es mit Heilfasten oder Entgiften aus?
danke
Meine Mutter ist jetzt über 60 und meine Großmutter seit Jahren dement. Ich will was für sie tun! Kann man Demenz wirklich verhindern? Meine Großmutter hatte vor der Demenz eine OP, also auch Narkose bekommen und danach erst Medikamente. Die OP könnte es bei ihr beschleunigt haben.
Ich hoffe, dass meine Mama noch mit 80 fit ist, ja das hoffe ich und wünsche ich ihr. Demnächst soll sie doch mal die Vitamin-D-Werte testen lassen! Und Vitamin k2 supplementieren.
Lebenserwartung mit Alzheimer
6 Donnerstag, den 27. April 2017 um 10:19 Uhr
Theodor Lymar
Meine Mutter ist 78 und erkrankt seit 2004. Etwa seit 3 Jahren ist sie bettlägerig und muss bei Pflegestufe 5 24H/täglich versorgt werden. Sie äußert sich nur emotional mit Grinsen und Freude zeigen, uns zu sehen. Herzinsuffizienz, Nierenversagen, Schilddrüsenerkrankung, Dekubitus....trotzt sie kämpferisch durch Lebensfreude. Wir haben ein altes gebrechliches "Baby" und fühlen uns noch als Kinder, solange sie noch lebt.
Alzheimer Pflegestufe 2
5 Mittwoch, den 13. April 2016 um 14:44 Uhr
Lilliane
Ich habe einen Partner mit Demenz, er ist 64 und hat vor einem Jahr die Pflegestufe 2 bekommen. Man muss am Ball bleiben und immer wieder bei der Krankenkasse anfordern!!!!!!
Pflegestufe bei Demenz
4 Freitag, den 25. März 2016 um 15:59 Uhr
Gabriele Horst
Mein Vater (94) befand sich in Pflegestufe I, als er Anfang des Jahres schwer an Demenz erkrankte. Da wir ihn 24h beaufsichtigen müssen, haben wir einen Antrag auf Pflegestufe II gestellt. Dieser wurde mit der Begründung abgelehnt, dass Demenzkranke nicht - im Sinne der Pflege - körperlich eingeschränkt wären. Erst 2017 sollen die Leistungen am Demenz/Alzheimer Erkrankten in den Leistungskatalog der Pflegestufe aufgenommen werden.
Stadium bei Demenz
3 Mittwoch, den 03. Februar 2016 um 16:04 Uhr
Hausmann
Eigenes Erleben: Meine Frau leidet an Demenz und es geht um Einstufung des Schweregrades für Pflegestufe, wer kann mir sagen, wie man die Stufe bestimmen kann??
Stadien nur ein Richtwert
2 Freitag, den 28. August 2015 um 10:16 Uhr
Redaktion Navigator-Medizin Demenz
Hallo,

ja, das kann sein. Die Übergänge zwischen den Stadien sind fließend, es gibt viele Grauzonen. Im Prinzip dienen die Stadienangaben den Ärzten nur als grobe Orientierung, die individuellen Verläufe können dieses Muster auch durchaus verlassen.

Soll heißen: Es kann durchaus vorkommen, dass bei einer Demenz auch mal das ein oder andere Symptom besonders früh oder auch erst sehr spät bzw. gar nicht auftritt, sich also nicht an die offizielle Stadieneinteilung hält.

Viele Grüße
Ihr Navigator-Team
Alzheimer Demenz und Parkinson
1 Freitag, den 28. August 2015 um 09:24 Uhr
Döring
Kann es sein, es wird von drei Stadien gesprochen, dass im zweiten Stadium schon eindeutige Symptome des dritten oder auch ersten Stadiums vorkommen?
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