Wie äußert sich eine Demenz im fortgeschritteneren Stadium?
Irgendwann gehen bei einer Demenz bzw. einer Alzheimer-Erkrankung die Anfangssymptome (Antriebsschwäche, Gedächtnisstörungen, Verwirrtheit) über in ein Stadium, in dem der Betroffene zunehmend Hilfe und Unterstützung im Alltag benötigt.
Die Gedächtnisstörungen haben zugenommen, und es kann zu ernsthafteren Problemen kommen. Rechnungen werden vielleicht nicht mehr bezahlt, die Herdplatte nicht mehr ausgemacht, und die Betroffenen können sich außerhalb ihrer normalen Umgebung verirren.
Auch Stimmungsschwankungen sind typisch
Auch die Persönlichkeit verändert sich bzw. geht immer mehr verloren. Die Betroffenen spüren meist noch sehr genau, dass sie im Alltag nicht mehr zurechtkommen, und können darauf mit heftigen Stimmungsschwankungen und Depressionen reagieren. Auch die Sprache geht zunehmend verloren, nicht selten wird sie unverständlich.
Was genau passiert und wie schnell es voranschreitet, ist individuell sehr unterschiedlich. Aber für die Angehörigen kommt so oder so irgendwann in dieser Phase die Frage auf, inwieweit sie selbst noch zu einer genügenden Pflege in der Lage sind und ob eine pflegerische Unterstützung oder die Betreuung in einem Pflegeheim notwendig ist.
Autor: Dr. med. Jörg Zorn
