Welche Bedeutung hat das Apolipoprotein Epsilon 4 (ApoE4) für das Alzheimer-Risiko?

Hinter dem kryptischen Namen "Apolipoprotein Epsilon 4" (ApoE4) steckt ein Gen bzw. eine spezielle Genvariante. Menschen mit dieser Genvariante haben ein signifikant erhöhtes Risiko, an Morbus Alzheimer zu erkranken.

Allerdings ist der klassische Morbus Alzheimer trotz ApoE4 keine Erbkrankheit. Zum einen haben längst nicht alle Betroffenen das ApoE4-Gen, zum anderen müssen – selbst wenn der Gendefekt vorliegt – wohl auch noch andere, nicht-genetische Faktoren hinzukommen, damit eine Alzheimer-Demenz entsteht.

Eine wirkliche Erberkrankung ist dagegen der sogenannte "familiäre Alzheimer". Bei dieser seltenen Krankheitsvariante sind eindeutig bestimmte Genveränderungen für die Erkrankung verantwortlich, die auch sehr viel früher als beim klassischen Alzheimer beginnt (oft schon weit vor dem 60. Lebensjahr).

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

 

 





Navigator-Medizin: Noch Fragen offen?
Disclaimer: Die Beiträge auf Navigator-Medizin.de werden zwar von Ärzten geschrieben, dienen aber ausschließlich der Information und ersetzen keine persönliche Beratung, Diagnose oder Behandlung durch einen Arzt vor Ort. Aus juristischen Gründen müssen wir Sie darauf aufmerksam machen, dass unsere Beiträge auch nicht zur Festlegung eigenständiger Diagnosen oder eigenständiger Behandlungsmaßnahmen verwendet werden dürfen. Bitte beachten Sie dazu auch den Haftungsausschluss.

Schwerpunktthemen der Navigator-Medizin.de-Portale

Impressum      Über Navigator-Medizin      AGBs