Wie äußert sich ein Alzheimer im Stadium 1?
Die Alzheimer-Erkrankung wird von Ärzten in drei verschiedene Stadien eingeteilt, wobei Stadium 1 die Frühform und Stadium 3 die fortgeschrittene Erkrankung umschreibt. Demnach ist das Stadium 1 oft von eher uncharakteristischen Symptomen gekennzeichnet, die oft lange Zeit nicht mit einer beginnenden Demenz in Verbindung gebracht werden.
Häufig ist das erste Anzeichen eine gewisse Antriebsarmut und Energielosigkeit. Die Spontaneität geht verloren. Leichte Gedächtnisstörungen kommen hinzu, die Betreffenden reagieren und lernen langsamer als früher. Auch ausgeprägtere Stimmungsschwankungen sind ein häufiges Früh-Alzheimer-Symptom.
Beschwerden werden zwar wahrgenommen, aber oft geleugnet
Nach einer Weile werden diese Anzeichen dann immer deutlicher und ausgeprägter. Die Betreffenden schrecken vor allem Neuem zurück, wollen nur noch tun, was ihnen bekannt ist. Der Gedächtnisverlust nimmt zu und beeinträchtigt ernsthaft das Privatleben (und ggf. die Arbeit). Die Betroffenen nehmen diese Veränderungen zwar auch wahr, leiden aber häufig auch darunter und reagieren abwehrend auf direktes Ansprechen.
Insgesamt beginnt die Erkrankung langsam auch die Persönlichkeit zu beeinträchtigen: Die Betreffenden sind durcheinander und beurteilen tägliche Situationen und Fragen nicht mehr richtig, vor allem dann, wenn diese neuartig sind. Gewohnheitshandlungen können oft noch über längere Zeit normal ausgeübt werden.
Autor: Dr. med. Jörg Zorn
