Wie kann man die Alzheimer-Krankheit behandeln?

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Da eine Heilung der Alzheimer-Krankheit gegenwärtig nicht möglich ist, konzentrieren sich die verfügbaren Behandlungs- und Betreuungsansätze darauf, die bestehenden Kernsymptome und Begleiterkrankungen zu mildern bzw. ihnen vorzubeugen. Dazu gehören z.B. Erregungszustände oder Depressionen.

Außerdem geht es darum, die geistigen Fähigkeiten und die Alltagskompetenz der Betroffenen zu stärken und betreuende Angehörige zu unterstützen. Dafür stehen Medikamente sowie psycho- und soziotherapeutische Verfahren zur Verfügung.

Menschliche Zuwendung und Verlässlichkeit sind von zentraler Bedeutung

Neben den professionellen Behandlungsmaßnahmen sind menschliche Zuwendung, Aktivierung und Beschäftigung, ein angemessener Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten des Demenzkranken sowie eine bedarfsorientiert gestaltete Lebensumgebung von zentraler Bedeutung. Stabilität und Verlässlichkeit der Umwelt sind für demente Menschen besonders wichtig.

Werden sie durch die Behandlung aus einer Unterforderungssituation in den Bereich positiv erlebter Leistungsfähigkeit geführt, ist ein wünschenswerter Fortschritt geglückt. Bei Überforderung können die Auswirkungen jedoch verheerend sein. Die Berücksichtigung begrenzter Bewältigungs- und Therapiemöglichkeiten ist auch eine Frage des Respekts gegenüber der betroffenen Person. Sie darf keinesfalls mit Resignation verwechselt werden.

 

Im Überblick:

  • Bei einer Demenzerkrankung lässt das Erinnerungs- und Denkvermögen nach.
  • Auch die Psyche und das Verhalten des Demenzkranken können sich ändern.
  • Der Gedächtnisverlust und die Abnahme von Hirnleistungs- und Alltagsfähigkeiten lassen sich einige Zeit durch Antidementiva aufhalten.
  • Gegen depressive Begleitsymptome helfen Antidepressiva.
  • Bei aggressivem Verhalten und Wahnvorstellungen, die nicht anders beeinflussbar sind, können Neuroleptika helfen, deren Einsatz mit Vorsicht zu erfolgen hat.
  • Die nichtmedikamentöse Behandlung ist mindestens so wichtig wie die medikamentöse.

 

Medikamentöse Behhandlungsmöglichkeiten:

  • Antidementiva
  • Antidepressiva
  • Neuroleptika


Nichtmedikamentöse Behhandlungsmöglichkeiten:

  • geistiges (kognitives) Training
  • Verhaltenstherapie
  • Milieutherapie
  • Ergotherapie
  • Musiktherapie
  • Kunsttherapie
  • Biographiearbeit
  • Realitätsorientierung


Autor: Dr. Hubertus Glaser

 

 



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