Helfen grüner Tee und Laserlicht gegen Alzheimer?
Eine Ärztegruppe der Universität Ulm glaubt, mit einem Extrakt aus grünem Tee (Epigallocatechingallat, EGCG) und rotem Laserlicht die Alzheimer-Krankheit besiegen zu können. Wie das funktionieren soll? In Experimenten konnte die ungewöhnliche Therapie die Verklumpungen im Gehirn um 60% reduzieren.
Erste Erfolge im Labor
Alzheimer entsteht, weil die Signalübertragung zwischen den Nervenzellen im Gehirn nicht mehr oder nur noch eingeschränkt funktioniert. Die Störungen werden von Ablagerungen – den sogenannten Beta-Amyloid-Plaques – verursacht. EGCG ist anscheinend in der Lage, diese Ablagerungen zu bekämpfen. Und das Laserlicht bewirkt, dass sich die "Wasserfilme" in Zellen ausdehen. Nach dem Abbruch der Laserbestrahlung ziehen sich die Zellen wieder zusammen und nehmen dabei Substanzen in der unmittelbaren Umgebung auf.
Die Ulmer Forscher haben nun diese beiden Ansätze kombiniert. Dazu haben sie Plaque-angereicherte Zellen im Labor mit EGCG behandelt und anschließend dem roten Laser ausgesetzt.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Durch die EGCG-Behandlung allein verringerten sich die Plaques um fast die Hälfte und allein durch das Laserlicht für eine Minute um etwa 20%. Doch zusammen erreichten die beiden Behandlungsansätze eine Verringerung der Ablagerungen um 60%.
WANC 12.01.2011
Quelle: Photomedicine and Laser Surgery, doi:10.1089/pho.2011.3073
