Eine Untersuchung der Nase soll Alzheimer nachweisen

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Die Alzheimer-Diagnose fällt schwer: Erst aufwändige radiologische Untersuchungsverfahren und die Beobachtungen von Angehörigen geben Aufschluss über eine mögliche Erkrankung. Das macht ein frühes Erkennen fast unmöglich. Das könnte sich bald aber ändern. Wissenschaftler haben ein einfaches Verfahren entwickelt, mit dem sich über Eiweiß-Ablagerungen in der Nasenschleimhaut Alzheimer schon Jahre vor dem Ausbruch nachweisen lassen soll.

 

Tau-Proteine in der Nasenschleimhaut, noch bevor das Gehirn etwas merkt

Die Alzheimer-Krankheit zerstört das Gehirn: langsam aber unaufhaltsam. Anzeichen sind Gedächtnisverlust, Verwirrtheit, Desorientierung, Veränderungen des Wesens, ein beeinträchtigtes Urteilsvermögen sowie der Verlust der Sprachfähigkeit. Hervorgerufen wird das Absterben der Hirnzellen durch Ablagerungen des sogenannten Tau-Proteins. Doch diese Ablagerungen finden sich nicht nur im Gehirn, sondern auch in der Netzhaut des Auges und, das haben Wissenschaftler gerade erst entdeckt, in den Schleimhäuten der Nase. Und zwar schon bevor das Gehirn betroffen ist.

Die Wissenschaftler konnten nachweisen, dass sich diese Ablagerungen an den Bowmann-Drüsen, die produzieren Nasensekret, nachweisen lassen. Je mehr Tau-Ablagerungen sie fanden, desto mehr war auch das Gehirn betroffen. Bei einer Untersuchung der Augen konnten man diesen Zusammenhang nicht nachweisen.

Außerdem fällt die Kontrolle der Nasenschleimhaut leichter, ist für den Patienten nicht so unangenehm. Bei der Untersuchung wird eine farbliche Substanz in die Nase gesprüht. Mit einem Licht-Endoskop lassen sich die Ablagerungen dann sichtbar machen.


WANC 15.11.2011
Quelle: Technische Universität Darmstadt

 

 



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