Vaskuläre Demenz: Wenn die Blutgefäße langsam zuwachsen

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Nicht jede Demenz ist eine Alzheimer-Demenz. In vielen Fällen des geistigen Abbaus im Alter stecken andere Ursachen dahinter, vor allem Durchblutungsstörungen. Ärzte sprechen dann von vaskulärer Demenz. Deren Entstehung haben Wissenschaftler aus Magdeburg jetzt etwas näher unter die Lupe genommen.

 

Erst ein kleiner Stau, dann ein massiver Versorgungsmangel

Es beginnt in den kleinsten Verästelungen der Blutgefäße. Dort bilden sich zu Beginn einer vaskulären Demenz winzige Ansammlungen von roten Blutkörperchen. Die nehmen dann langsam an Größe zu, bis sie irgendwann den Blutfluss in dem betroffenen Gebiet messbar beeinträchtigen. Da Mediziner für jedes körperliche Geschehen einen unaussprechlichen Begriff benötigen, nennen sie diese kleinen Gefäßverengungen Mikroangiopathien.

Das Problem entsteht spätestens dann, wenn diese Mikroangiopathien noch weiter wachsen und auch größere Blutgefäße verengen. Und wenn es sich um Gefäße handelt, die das Gehirn mit Sauerstoff versorgen. Dann kann es zu einem langsam zunehmenden Versorgungsmangel kommen, der irgendwann dazu führt, dass die ersten Zellen im Versorgungsgebiet absterben. Und damit beginnt die Demenz.

 

Gefäßverengungen früher erkennen

Mit dieser Erkenntnis verbindet sich aber auch eine Hoffnung: Im Gegensatz zum Alzheimer lässt sich diese Art der Demenz potentiell aufhalten. Man muss nur rechtzeitig erkennen, dass sich in den Hirngefäßen solche Veränderungen entwickeln. Und genau an diesen Möglichkeiten der Früherkennung wollen die Wissenschaftler der Universitätsklinik Magdeburg nun weiter arbeiten.


Autor: Dr. med. Jörg Zorn, 19.09.2011
Quelle: Cerebral Blood Flow and Metabolism

 

 



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