Demenz und Diabetes: Andere Risiken, andere Behandlung

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Patienten, die zuckerkrank sind und zusätzlich eine Demenz bekommen, müssen besonders behandelt werden. Weil die Unterzuckerung die geistige Leistungsfähigkeit weiter verschlechtert, muss besonders dieses Risiko verringert werden, sagen Experten.

Das Problem betrifft sowohl Patienten, die unter Diabetes leiden und zugleich an Demenz erkranken, als auch diejenigen, die bereits dement sind und bei denen sich ein Diabetes einstellt. Betroffen sind überwiegend ältere Menschen. Jeder vierte Bewohner eines Pflegeheims ist zuckerkrank. An Demenz leiden in Deutschland rund 1,2 Millionen Menschen, davon etwa zwei Drittel an Alzheimer.

 

Vor allem die Unterzuckerung vermeiden

Das Problem an der Kombination von Demenz und Diabetes: Demenz behindert die Behandlung des Diabetes, so Dr. Daniel Kopf, Chefarzt am Marienkrankenhaus, Hamburg. Deshalb müssten Demenzkranke anders therapiert werden als normale Diabetiker.

Wenn die Betroffenen die Einnahme ihrer Anti-Diabetes-Medikamente oder die Insulingabe verweigerten, könnten lebensbedrohliche Komplikationen entstehen. Aber fast noch größer ist die Gefahr der Unterzuckerung: Bei Diabetes-Patienten mit begleitender Demenz sind zuckerhaltige Nahrungsmittel und die Kalorienzahl deshalb nicht beschränkt. Denn es gehe vor allem darum, eine Unterzuckerung zu vermeiden, da sonst die geistige Leistungsfähigkeit noch mehr beeinträchtigt werde.

WANC 09.11.2011
Quelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft

 

Weitere Fragen und Antworten zum Thema Diabetes finden Sie unter Navigator-Medizin.de/Diabetes

 

 



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