Stimmt es, dass Rheuma- und Schmerzmittel wie ASS oder Ibuprofen vor Darmkrebs schützen?
Es gibt tatsächlich Hinweise darauf, dass die regelmäßige Einnahme von sogenannten nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) das Risiko, Darmkrebs zu bekommen, leicht reduziert. Allerdings ergibt sich daraus keine Empfehlung, diese Medikamente zur Vorbeugung einzunehmen.
Zu den NSAR gehören unter anderem Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin®), Ibuprofen und Diclofenac. Es konnte in Studien gezeigt werden, dass sich bei längerer Einnahme dieser Medikamente seltener Darmkrebs bildet bzw. bei bereits vorhandenen Darmpolypen weniger neue Polypen hinzukommen. Dieser Effekt hängt möglicherweise mit der anti-entzündlichen Komponente dieser Wirkstoffe zusammen.
Leider eignen sich die Medikamente aber dennoch nicht zur Vorbeugung. Denn eine dauerhafte Einnahme geht auch mit einer Reihe an Risiken einher, unter anderem der Entwicklung von Magengeschwüren und Magen-Darm-Blutungen.
