Warum ist eine Darmkrebs-Operation am Enddarm meist etwas komplizierter?

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Das Hauptproblem bei Operationen am Enddarm (medizinisch: Rektum) ist die Nähe zum After und damit zum Schließmuskel. Damit besteht potentiell die Gefahr, dass bei der Entfernung des Tumorgewebes auch ein Stück vom Schließmuskel entfernt werden muss, was im ungünstigsten Fall einen künstlichen Darmausgang notwendig machen kann.

Allerdings klappt es heutzutage immer öfter, einen künstlichen Darmausgang zu vermeiden. Zu verdanken ist das modernen Operationsmethoden, die zunehmend mikroskopisch genaue Eingriffe ermöglichen. Während noch vor einigen Jahren bei jedem zweiten Patienten mit Darmkrebs im Enddarm-Bereich auch bei einem Tumor im Frühstadium ein künstlicher Darmausgang gelegt werden musste, ist das mittlerweile nur noch in Ausnahmefällen notwendig. Vorausgesetzt, man lässt sich in einer Klinik mit viel Erfahrung in diesem Bereich operieren (was in jedem Fall sinnvoll ist).

 

Weniger Platz für den Chirurgen

Ein weiteres Problem bei Tumoren im Bereich des Enddarms ist die räumliche Enge. Im Gegensatz zu höher gelegenen Darmabschnitten hat hier der Chirurg nur relativ wenig Platz. Die Nähe zum After verhindert ein einfaches Herausziehen der Darmschlinge, außerdem befinden sich mit der Blase, Gebärmutter oder Prostata gleich mehrere Organe in unmittelbarer Nähe. Aber auch hier haben die modernen Operationstechniken viele Probleme verringert.

Fazit: Lassen Sie sich vor einem solchen Eingriff ausführlich von Ihrem Arzt beraten. Sowohl über die geplante Operationsmethode als auch inbesondere darüber, wo der Eingriff stattfinden soll.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

 

 



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