Was bedeutet Ileostoma, Jejunostoma und ileoanaler Pouch?
Je nach Verlauf und Ausprägung kann es beim Darmkrebs notwendig werden, größere Teile des Dickdarms zu entnehmen. Muss dann ein künstlicher Darmausgang angelegt werden, wird dieser als Anus praeter oder Stoma bezeichnet.
Von einem Ileostoma spricht man, wenn der verbliebene Darm (der zur Bauchhaut geführt wird) im unteren Teil des Dünndarms, dem Ileum, endet. Liegt das Ende des Darms im höher gelegenen Dünndarmabschnitt (Jejunum), spricht man von einem Jejunostoma. In beiden Fällen ist der Dickdarm entfernt worden (Dickdarmresektion).
Daneben gibt es die Möglichkeit, nach Entnahme des Dickdarms eine Verbindung zwischen Dünndarm und After (Anus) herzustellen, ohne dass die Anlage eines dauerhaften künstlichen Darmausgangs erforderlich ist. Dies wird als ileoanaler Pouch oder als ileo-pouch-anale Anastomose (IPAA) bezeichnet.
