Welche Faktoren erhöhen das Darmkrebsrisiko?

Darmkrebs in der Familie

Personen, in deren Familien Fälle von Darmkrebs oder Darmpolypen bekannt sind, haben ein erhöhtes Risiko. In diesem Fall sollten Sie schon in jungem Alter an der Darmkrebsvorsorge teilnehmen.

Alter

Wie bei fast allen Krebsarten steigt auch beim Darmkrebs die Anfälligkeit mit steigendem Alter. Das hängt damit zusammen, dass in höherem Alter häufiger Zellveränderungen auftreten, die vom Körper nicht mehr so effizient eliminiert werden wie noch in jungen Jahren. Damit steigt die Gefahr, dass entartete Zellen entstehen, überleben und sich zu einem Tumor entwickeln.

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Die Darmkrebs-Häufigkeit nimmt ab dem fünften Lebensjahrzehnt deutlich zu. Die Vorstufen, die sogenannten Darmpolypen, entstehen sogar oft schon 10 bis 15 Jahre früher.

Entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn

Die genannten chronisch entzündlichen Darmerkrankungen erhöhen das Risiko für die Entstehung von Darmkrebs.

Diabetes mellitus Typ 2

Patienten mit Diabetes vom Typ 2 (dem sogenannten Altersdiabetes, der häufigsten Diabetes-Form) erkranken dreimal so häufig an Darmkrebs wie Nicht-Diabetiker.

Ernährung und Lebensstil

Darmkrebs ist besonders häufig in den westlichen Industrienationen. Die typische Ernährungsweise mit zu viel tierischem Fett und zu wenig Getreide, Obst oder Gemüse begünstigt die Entstehung von Darmkrebs. Auch Menschen mit Übergewicht und Bewegungsmangel erkranken häufiger. Und auch Rauchen und Alkoholkonsum erhöhen neuesten Studien zufolge das Darmkrebsrisiko.

Darmpolypen

Darmpolypen sind zwar primär gutartig, können sich aber im Laufe der Jahre zu bösartigen Tumoren entwickeln. Sie gelten deshalb als ein wesentlicher Risikofaktor für Darmkrebs. Auch nach der Entfernung von Darmpolypen bleibt die Neigung bestehen, neue Polypen zu entwickeln. Deshalb sind die Nachsorgeuntersuchungen nach einer Polypentfernung so wichtig. Denn auch hier gilt: Bei früher Entdeckung und Entfernung ist Darmkrebs komplett heilbar.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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Kommentare (2)
an Sonja
2 Samstag, den 04. November 2017 um 16:56 Uhr
Navigator-Redaktion
Liebe Sonja,
wir verstehen Ihre Sorge, aber die Frage ist natürlich unmöglich zu beantworten. Wichtig ist für Sie in jedem Fall eine regelmäßige Vorsorge. Damit schützen Sie sich am besten.
Alles Gute
Ihr Navigator-Team
Darmkrebs
1 Samstag, den 04. November 2017 um 01:50 Uhr
Sonja
Ich bin 48 Jahre und meine Mutter ist mit 67 Jahren an Darmkrebs gestorben. Meine zwei Schwestern mit 40 Jahren und 54 Jahren. Meine Brüder sind gesund. Bekomme ich das?
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