Die wichtigsten Fragen auf einen Blick
Auf diesem Portal finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Darmkrebs. Wir, ein Team aus Ärzten und Patienten, stellen laufend weitere Fragen und Antworten ein. Wenn Sie bestimmte Themenwünsche haben, schreiben Sie uns!
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Darmkrebs: Neues Verfahren weckt Hoffnung auf zielgenaue Therapie
Wie gut eine Krebstherapie nutzt und wie verträglich sie ist, hängt vor allem davon ab, wie zielgenau sie ist. Das Tumorgewebe muss möglichst genau getroffen werden und gesundes Gewebe sollte nicht geschädigt werden, so die Idealvorstellung. Wissenschaftler haben nun ein Verfahren entwickelt, bei dem Dickdarmtumoren zielgenau erreicht werden. Noch aber befindet es sich im Versuchsstadium.
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Darmkrebs Stadium II: Wie oft muss ich nach der Operation zur Nachsorge?
Ein Darmkrebs im Stadium II wird immer operiert und hat danach eine relativ gute Prognose. In vier von fünf Fällen kommt es zur kompletten Heilung und der Krebs kehrt nie mehr zurück.
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Rektumkarzinom Stadium II: Warum wird bei Tumoren im Mastdarm oft vor der Operation bestrahlt?
Das Ziel der Bestrahlung vor der chirurgischen Entfernung ist eine Verkleinerung des Tumors und dadurch ein besseres Operationsergebnis.
Wie ist die Prognose bei Darmkrebs im Stadium II?
Relativ gut. Stadium II bedeutet bei Darmkrebs, dass der Tumor örtlich schon fortgeschritten ist und schon größere Teile der Darmwand oder sogar benachbarte Gewebe durchdrungen hat. Es bedeutet aber auch, dass es noch keine Metastasen gibt, weder in den benachbarten Lymphknoten noch in entfernteren Regionen.
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Darmkrebs: Wie wird ein größerer Tumor (T3 oder T4) ohne Metastasen behandelt?
Die Rede ist hier von einem Darmkrebs im Stadium II. Oder in einer anderen gängigen Klassifikation: T3 N0 M0 bzw. T4 N0 M0. Auf deutsch bedeutet das, der Tumor ist örtlich schon fortgeschritten, hat aber noch nicht gestreut, weder in die benachbarten Lymphknoten noch woanders hin.
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Was bedeutet bei Darmkrebs der Befund T3 oder T4, N0, M0?
Ein Darmkrebs-Befund wird nach der sogenannten TNM-Klassifikation beurteilt. Das T steht dabei für die örtliche Tumorausbreitung, das N für den Lymphknotenbefall und das M für Fehlen oder Vorhandensein von Fernmetastasen.
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Kann bei Darmkrebs im Stadium II auf eine Chemotherapie verzichtet werden?
Oft ist neben der Operation noch eine Chemotherapie sinnvoll. Allerdings hängt diese Entscheidung auch maßgeblich davon ab, wo der Tumor sich befindet (bzw. wo er sich vor der Operation befand) und ob besondere Risikofaktoren vorliegen oder nicht.
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Was bedeutet Darmkrebs im Stadium II (oder Dukes-Klasse B)?
Auch das Stadium II ist bei Darmkrebs noch eher eine Frühform und hat eine relativ gute Prognose. In der Regel gelingt mit einer Operation und kompletter Entfernung des Tumors eine dauerhafte Heilung.
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Was bedeutet bei Darmkrebs transanale endoskopische Mikrochirurgie?
Die transanale endoskopische Mikrochirurgie (TEM) ist ein relativ modernes Operationsverfahren. Sie kommt bei kleineren Tumoren in Betracht, die im Enddarm (Rektum) sitzen.
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Warum ist eine Darmkrebs-Operation am Enddarm meist etwas komplizierter?
Das Hauptproblem bei Operationen am Enddarm (medizinisch: Rektum) ist die Nähe zum After und damit zum Schließmuskel. Damit besteht potentiell die Gefahr, dass bei der Entfernung des Tumorgewebes auch ein Stück vom Schließmuskel entfernt werden muss, was im ungünstigsten Fall einen künstlichen Darmausgang notwendig machen kann.
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Warum wird bei einer Darmkrebs-Operation immer auch benachbartes Gewebe entnommen?
Weil man nach der Operation sichergehen will, wirklich den kompletten Krebsherd entfernt zu haben. Deshalb operieren Chirurgen beim Darmkrebs immer mit einem sogenannten Sicherheitsabstand.
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Stimmt es, dass Darmkrebs im Stadium I vollständig heilbar ist?
Ja. Ein Darmkrebs im Stadium I wird immer operativ entfernt, und wenn sich nach der Operation die Klassifikation bestätigt, kann man mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von einer kompletten Heilung ausgehen.
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Darmkrebs im Frühstadium: Was wird bei einer Operation entnommen?
Bei einem Darmkrebs im Stadium I wird durch eine Operation in den meisten Fällen eine komplette Heilung erreicht. Der Chirurg entnimmt dabei das Stück Dickdarm, in dem der Tumor sitzt, wobei immer ein bisschen mehr herausgeschnitten wird als auf den ersten Blick notwendig erscheint.
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Darmkrebs: Ballaststoffe überschätzt?
Ballaststoffe, wie sie vor allem in Vollkornprodukten sowie in frischem Obst und Gemüse vorkommen, sind gesund. Sie sollen sogar Krebs und vor allem Darmkrebs vorbeugen. Das zeigen einige Studien. Doch ob dieser Zusammenhang tatsächlich besteht, daran gibt es auch Zweifel. Eine neue Studie will nun belegen, dass der Nutzen des vollen Korns zwar vorhanden, aber letztlich nur gering ist.
Was bedeutet bei Darmkrebs der Befund T1, N0, M0?
Ein Befund T1, N0, M0 bedeutet, dass der Tumor sich noch in einem Frühstadium befindet und noch sehr gute Heilungschancen bestehen.
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Was bedeutet Darmkrebs im Stadium I (oder Dukes-Klasse A)?
Ein Darmkrebs im Stadium I (alternative Bezeichnung: Dukes-Klasse A) bedeutet im Prinzip, dass die Erkrankung noch nicht sehr weit fortgeschritten ist und sehr gute Chancen auf eine komplette Heilung bestehen.
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Übernimmt die Krankenkasse die Kosten, wenn ich mehrere Ärzte um Rat frage?
Ja. Die Krankenkassen unterstützen damit ausdrücklich Ihr Recht auf eine "Zweitmeinung". Das sollten Sie auch im Zweifel immer nutzen, schließlich geht es um Ihre Gesundheit. Reagiert Ihr "Erst-Arzt" darauf beleidigt (was durchaus vorkommt), sollte Sie das in Ihrem Entschluss zu einer zweiten Einschätzung eher bestärken.
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Welche Untersuchungen sind vor einer Darmkrebs-Operation wichtig?
Auch wenn es lästig und so frisch nach der Eröffnung einer "Darmkrebs-Diagnose" auch psychisch belastend ist: Der Untersuchungs-Marathon vor einer geplanten Operation lohnt sich. Denn damit kann die exakte Lokalisation und Ausbreitung des Tumors optimal bestimmt werden, und das wiederum verbessert den Operationserfolg.
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Stimmt es, dass bei einer Darmkrebs-Entfernung wichtig ist, wer operiert?
Ja. Verschiedene Studien haben zeigen können, dass der Heilungserfolg mit der Qualität und Erfahrung des Chirurgen steigt. Das ist auch bei genauerer Betrachtung nachvollziehbar und schlüssig.
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Sport: Besser als Krebsmedikamente?
Wie lässt sich Krebs verhindern? Und was kann man tun, um nach einer Krebserkrankung wieder zu genesen? Diese Fragen stellen sich viele Menschen. Jetzt belegen Studien, dass Sport Krebserkrankungen in gewissem Maß sowohl vorbeugen als auch die Chancen für eine Gesundung erhöhen kann.
Was besagen die Amsterdam-I-Kriterien beim familiären Darmkrebs (HNPCC)?
Die Amsterdam-Kriterien wurden entwickelt, um die Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen eines familiären Darmkrebssyndroms (HNPCC) zu bestimmen. Es gibt die Amsterdam-I-Kriterien und die Amsterdam-II-Kriterien.
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Wie hoch ist das Risiko für den HNPCC-Darmkrebs, wenn man das entsprechende Gen trägt?
Sehr hoch: 80% derjenigen, die die Veranlagung für den familiären HNPCC-Darmkrebs geerbt haben, erkranken im Laufe ihres Lebens selbst an einem Darmtumor. Häufig sogar schon im jungen Erwachsenenalter.
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Was bedeutet bei Darmkrebs die Abkürzung HNPCC?
HNPCC steht für "Hereditary Non-Polyposis Colorectal Cancer". Übersetzt: Vererbter nicht- polypöser Darmkrebs. Sehr viele besser merken lässt sich die manchmal auch verwandte Bezeichnung Lynch-Syndrom.
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Darmkrebs: Männer haben höheres Risiko
Männer haben anscheinend in jedem Alter ein höheres Risiko als Frauen, an Darmkrebs zu erkranken. In einer Analyse von über 600.000 Darmspiegelungen zeigte sich, dass die typischen Vorstufen von Darmkrebs, die sogenannten Polypen, bei Männern etwa doppelt so häufig gefunden werden wie bei Frauen.
Was bedeutet es für mich, wenn ein direkter Verwandter an Darmkrebs erkrankt ist?
Etwa 30% aller Darmkrebserkrankungen treten familiär gehäuft auf bzw. sind genetisch bedingt. Wenn also direkte Verwandte Darmkrebs haben oder hatten, ist das allemal ein Grund, mit dem Arzt über mögliche Vorsorgeuntersuchungen zu sprechen.
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Stimmt es, dass hoher Alkoholkonsum das Darmkrebsrisiko erhöht?
Ja, zumindest gibt es Studien, die sehr stark dafür sprechen. Und eine sogenannte Meta-Analyse, also die Zusammenfassung von zahlreichen vorhergegangenen Studien zu diesem Thema, kam kürzlich zum gleichen Schluss.
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Stimmt es, dass auch die Ernährung einen Einfluss auf das Darmkrebs-Risiko hat?
Ja. Im Prinzip kann man sagen: Alles, was ohnehin ungesund ist, sollte man auch im Hinblick auf Darmkrebs lieber vermeiden.
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Wie häufig ist Darmkrebs genetisch bedingt?
Etwa 30% aller Darmkrebsfälle gehen auf familiäre bzw. genetische Ursachen zurück. Hier muss man allerdings auch noch zwei Varianten unterscheiden.
Stimmt es, dass Rheuma- und Schmerzmittel wie ASS oder Ibuprofen vor Darmkrebs schützen?
Es gibt tatsächlich Hinweise darauf, dass die regelmäßige Einnahme von sogenannten nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) das Risiko, Darmkrebs zu bekommen, leicht reduziert. Allerdings ergibt sich daraus keine Empfehlung, diese Medikamente zur Vorbeugung einzunehmen.
Wirkt Grüner Tee gegen Darmkrebs?
Grüner Tee steht derzeit auf dem Prüfstand. In einer deutschen Studie wird untersucht, ob er Darmkrebs verhindern kann. Nicht etwa als Tee, sondern in Form von Kapseln, die den entscheidenden Inhaltsstoff des Grünen Tees enthalten.
Künstlicher Darmausgang oder Pouch: Worauf muss man beim Trinken achten?
Nach der operativen Entfernung des Dickdarms muss der verbliebene Restdarm erst langsam lernen, mehr Flüssigkeit als zuvor aufzunehmen. Er übernimmt ja jetzt die Aufgaben der entfernten Darmabschnitte mit.
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Durchfall nach Darmoperation: Welche Nahrungsmittel sind zu empfehlen?
Kommt es nach operativer Entfernung des Dickdarms und Anlage eines Stomas oder eines ileoanalen Pouches zu flüssigen Stühlen, empfiehlt sich der Verzehr von Nahrungsmitteln, die das Wasser im darm binden.
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Wie lange dauert es bei Stoma oder Pouch, bis sich die Verdauung wieder normalisiert?
Nach Anlage eines künstlichen Darmausgangs (Stoma) oder eines ileoanalen Pouches (Dickdarm operativ entfernt, Dünndarmende mit After verbunden) dauert es in der Regel etwa acht bis zwölf Wochen, bis sich die Stuhlkonsistenz und -häufigkeit stabilisiert haben. Danach sind drei bis fünf eher flüssige Stühle pro Tag zu erwarten.
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Wozu dient die Ernährungstherapie nach operativer Entfernung des Dickdarms?
Die Ernährungstherapie nach operativer Entfernung des Dickdarms hat die Aufgabe, den Verlust an Wasser und Substanzen wie Natrium, Kalium und Magnesium zu verhindern.
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Wie wirkt sich die operative Entfernung des Dickdarms im Alltag aus?
Der Dickdarm sorgt vor allem dafür, dass der Nahrungsbrei fester wird, indem er diesem zwischen 1 und 1,5 Liter Wasser entzieht. Die operative Entfernung des Dickdarms führt deshalb in erster Linie dazu, dass der Stuhl flüssiger wird und den Darm schneller passiert.
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Wie lange dauert es, bis aus einem Darmpolypen ein Darmkrebs wird?
Das ist individuell sehr unterschiedlich. In der Regel dauert es aber Jahre, bis aus einem Darmpolypen tatsächlich ein bösartiger Tumor wird.
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Nach welchen Darmkrebs-Operationen ist ein künstlicher Darmausgang notwendig?
Ein künstlicher Darmausgang wird immer dann notwendig, wenn größere Teile des Enddarms (Mastdarms) inklusive des Schließmuskels am After entfernt werden müssen. Ohne den Schließmuskel ist eine Stuhlkontrolle nicht mehr möglich.
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Kann man nach Entfernung des Dickdarms noch "normal" leben?
Ja. Der Dickdarm ist zum Glück kein lebenswichtiges Organ. Er dient vor allem der Eindickung und Einfettung des Stuhls. Und darauf lässt sich ggf. auch verzichten.
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Wie muss man sich unmittelbar nach einer Darmoperation mit Entfernung von Darmabschnitten ernähren?
Nach der operativen Entfernung oder Verlegung von Darmabschnitten ist ein bedachtsamer Kostaufbau wichtig. Die verbliebenen Darmabschnitte müssen langsam an ihre (neuen) Aufgaben herangeführt werden.
Was bedeutet Ileostoma, Jejunostoma und ileoanaler Pouch?
Je nach Verlauf und Ausprägung kann es beim Darmkrebs notwendig werden, größere Teile des Dickdarms zu entnehmen. Muss dann ein künstlicher Darmausgang angelegt werden, wird dieser als Anus praeter oder Stoma bezeichnet.
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