Was ist bei Verdacht auf Brustkrebs eine "offene Biopsie"?

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Bei einer "offenen Biopsie" wird die Gewebeprobe aus der Brust nicht mit einer Kanüle, sondern über eine kleine Operation entnommen. Es wird also ein richtiger Hautschnitt wie bei anderen Operationen auch gemacht und auf diesem Weg dann das verdächtige Gewebe herausgeschnitten.

Dieser Eingriff ist zwar in vielerlei Hinsicht nur die zweitbeste Lösung – es verbleibt im Gegensatz zur "normalen" Biopsie eine kleine Narbe, es ist meist eine kurze Narkose notwendig und man muss oft noch über Nacht in der Klinik bleiben –, manchmal geht es aber nicht anders. Es gibt Fälle, in denen sich mit der üblichen Biopsie über die Kanüle einfach nicht genügend diagnostische Sicherheit gewinnen lässt. Dann ist es im Zweifel besser, auf Nummer sicher zu gehen, und das verdächtige Gewebe in Form dieser kleinen Operation zu entnehmen.

Früher hat man dann oft noch während des Eingriffs die mikroskopische Untersuchung des entnommenen Gewebes vorgenommen, um ggf. gleich weiter operieren zu können (einzeitige Operation). Das ist heute aber nicht mehr üblich.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

 

 





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