Brustkrebs-Gefahr: Vorsicht mit Deos, die Paraben enthalten
Frauen sollten auf Deodorants verzichten, die den Konservierungsstoff Paraben enthalten. Dazu rät zumindest die Deutsche Krebsgesellschaft. Der Grund: Paraben erhöht möglicherweise das Risiko für Brustkrebs.
Konservierungsmittel in Tumoren gefunden
In einer britischen Studie wurde unlängst nachgewiesen, dass in Brustkrebs-Gewebeproben überzufällig häufig Paraben enthalten ist. Das ist zwar kein Beweis für einen direkten Zusammenhang, aber doch ein deutlicher Hinweis. Und es ist auch wissenschaftlich nachvollziehbar. Paraben nämlich hat eine dem weiblichen Geschlechtshormon Östrogen ähnliche Wirkung – und Östrogen wirkt auf bestimmte Brustkrebsarten wachstumsfördernd. Über das Auftragen eines Deodorants könnte die Substanz ins Brustgewebe gelangen.
Bevor jetzt aber unnötige Ängste geschürt werden:
- Paraben ist nur in den wenigsten Deodorants enthalten.
- Da Paraben im Körper schnell abgebaut wird, ist eine Anwendung von Paraben-haltigen Kosmetika in anderen Körperregionen ungefährlich.
- Bewiesen ist bislang nichts. Eine US-amerikanische Studie aus dem Jahre 2000 kam z.B. zum Ergebnis, dass Deos nichts mit dem Brustkrebsrisiko zu tun haben.
Wahrscheinlich ist die Empfehlung der Deutschen Krebsgesellschaft wirklich der beste Rat: Einfach zur Sicherheit keine Deodorants kaufen, die Paraben als Konservierungsmittel enthalten.
Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 30.01.04
Quelle: Journal of Applied Toxicology
