Mit Sport und ohne Hormone gegen Brustkrebs
Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, können Frauen leider nur sehr eingeschränkt beeinflussen. Die meisten Faktoren, die dabei eine Rolle spielen, sind nicht zu verändern oder man weiß nicht einmal, dass sie vorliegen. Die Gene zum Beispiel. Aber immerhin: Krebsexperten haben jetzt noch einmal zusammengefasst, was Frauen auch selbst tun können, um das Risiko zu verringern.
Vor allem Hormontherapie und mangelnde Bewegung erhöhen das Risiko
Im Fokus der Wissenschaft stehen dabei vor allem Sport, Zurückhaltung beim Alkohol, Vermeidung von Übergewicht und der Verzicht auf eine Hormontherapie in den Wechseljahren. Für alle diese Faktoren haben Studien gezeigt, dass dadurch das Brustkrebsrisiko sinkt.
Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums haben diese Einflussgrößen nun anhand der Daten von rund 10.000 Frauen noch einmal unter die Lupe genommen. Dabei erwiesen sich von den "vermeidbaren Risikofaktoren" vor allem Bewegungsmangel und die Hormon-Einnahme als wesentlich.
In Zahlen: 19% der Fälle von Brustkrebs nach den Wechseljahren sind rechnerisch auf Hormon-Präparate zurückzuführen. Und 13% auf zu wenig Bewegung. Wenn Frauen also regelmäßig Sport treiben und auf Hormone in den Wechseljahren verzichten, verringern sie ihr Brustkrebsrisiko statistisch immerhin um 30%.
Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 18.01.11
Quelle: Cancer Epidemiology 2010, DOI: 10.1016/j.canep.2010.11.003
