Vitamin D: Natürlicher Schutz gegen Brustkrebs?
Ein hoher Vitamin-D-Gehalt im Körper schützt möglicherweise vor Brustkrebs. Eine Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) hat zumindest nachgewiesen, dass ein sehr niedriger Vitamin-D-Spiegel nach den Wechseljahren mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko einhergeht.
Vitamin D wird schon seit längerem als Einflussfaktor bei Brustkrebs diskutiert, wobei die genauen Zusammenhänge noch weitgehend unklar sind. Möglicherweise entfaltet Vitamin D einen Schutzeffekt, in dem es nach den Wechseljahren dem Einfluss des verbliebenen Östrogens hemmt - und Östrogen gilt bei bestimmten Brustkrebsformen als wachtumsfördernd.
Henne oder Ei?
Ganz eindeutig ist das auch nach der aktuellen Studie nicht. Denn wie die DKFZ-Forscher selbst betonen, ist nicht auszuschließen, dass Vitamin D bei einigen Frauen mit Brustkrebs nicht als Ursache, sondern als Folge erniedrigt ist. Zum Beispiel durch die Chemotherapie oder auch durch die Krankheitsphase und zu wenig Zeit an der frischen Luft (Vitamin D steigt durch Sonnenlicht an). Mit anderen Worten: Die Henne-oder-Ei-Frage ist noch offen.
Vitamin D wird neben der Eigenproduktion unter dem Einfluss von Tageslicht auch über die Nahrung aufgenommen, vor allem über Seefisch, Eier und Milchprodukte.
Autoren: WANC/Dr. med. Jörg Zorn, 18.04.08
Quellen: Carcinogenesis 2008, Band 29 Nr. 1, Seite 93. Breast Cancer Research, 17. April 2008, DOI:10.1186/bcr1994.
