Die wichtigsten Fragen auf einen Blick
Auf diesem Portal finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Brustkrebs. Wir, ein Team aus Ärzten und Patienten, stellen laufend weitere Fragen und Antworten ein. Wenn Sie bestimmte Themenwünsche haben, schreiben Sie uns!
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Brustkrebs-Screening führt zur Überdiagnose
Die Deutsche Krebsgesellschaft bezeichnet das Mammographie-Screening-Programm zur Früherkennung von Brustkrebs als erfolgreich. Denn Tumore würden früher entdeckt, wenn sie also noch klein sind. Damit sei eine Heilung wahrscheinlicher. Eine neue Studie aus Norwegen setzt jetzt allerdings Fragezeichen hinter die Erfolgsgeschichte.
Übergewicht fördert erneutes Auftreten von Brustkrebs
Das Köpergewicht hat Einfluss auf die Entstehung von Brustkrebs. Neueste Erkenntnisse belegen, dass erhebliches Übergewicht nicht nur das Risiko erhöht, Brustkrebs erstmals zu bekommen, sondern auch, dass er nach einer Operation erneut auftritt. Die gute Nachricht: Das ist ein Risikofaktor, der sich beeinflussen lässt.
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Innere Strahlentherapie gegen Brustkrebs
Genau genommen nennt sie sich intraoperative Strahlentherapie (IORT). Die Behandlung selbst wird erst seit rund zwei Jahren in größerem Umfang angewendet. Dabei wird während der Operation gleichzeitig eine Bestrahlung durchgeführt. Der Vorteil der Therapie ist laut Brustkrebs-Experten, dass sich das Risiko für das erneute Auftreten eines Tumors vermindert.
Brustkrebs: Warum ist die Bestimmung der Hormonrezeptoren so wichtig?
Bei Brustkrebs unterscheidet man sogenannte hormonabhängige Tumoren von hormonunabhängigen Tumoren. Der Unterschied bezieht sich auf das Vorhandensein oder Nicht-Vorhandensein von Hormonrezeptoren auf der Oberfläche der Krebszellen.
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Was versteht man in der Krebsdiagnostik unter "Grading"?
Mit dem "Grading" klassifiziert man die Zelleigenschaften des Tumorgewebes. Es ist eines der üblichen diagnostischen Einteilungsverfahren, nachdem eine Gewebeprobe entnommen oder das Krebsgeschwür operativ entfernt und dann untersucht wurde.
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Wie lange dauert es nach der Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie), bis der Befund vorliegt?
Leider oft mehrere Tage. Manchmal sogar länger. In der Regel muss das entnommene Gewebe an ein Speziallabor geschickt werden, deshalb kommt es zu dieser nervenaufreibenden Wartezeit.
Was ist bei Verdacht auf Brustkrebs eine "offene Biopsie"?
Bei einer "offenen Biopsie" wird die Gewebeprobe aus der Brust nicht mit einer Kanüle, sondern über eine kleine Operation entnommen. Es wird also ein richtiger Hautschnitt wie bei anderen Operationen auch gemacht und auf diesem Weg dann das verdächtige Gewebe herausgeschnitten.
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Brustkrebsentstehung: verantwortliches RNA-Molekül entdeckt
Warum wird aus einem Geschwulst ein bösartiger Krebs? Und warum streuen manche Tumoren Metastasen und manche nicht? Zumindest beim Brustkrebs sind Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum einer Antwort näher gekommen.
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Kann durch eine Biopsie der Krebsknoten verletzt werden, so dass er danach in die Umgebung streut?
Die Frage ist durchaus berechtigt. Denn tatsächlich können beim Eindringen der Nadel zur Gewebeentnahme einzelne Zellen "herausgebrochen" werden und in die unmittelbare Umgebung gelangen.
Bei Brustkrebs: Lymphknoten nicht entfernen, sondern bestrahlen
Nach einer Brustkrebsoperation ist die Bestrahlung der umgebenden Lymphknoten möglicherweise die bessere Alternative zur kompletten chirurgischen Entfernung. Das ist das Ergebnis einer kanadischen Studie.
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Hinterlässt eine Gewebeentnahme an der Brust eine Narbe?
Bei der häufig angewandten sogenannten Stanzbiopsie nicht. Der kleine Einstich verheilt in aller Regel ohne Narbenbildung.
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Warum heißt die Stanzbiopsie eigentlich Stanzbiopsie?
Der Begriff Stanzbiopsie hängt mit dem technischen Verfahren der Gewebeentnahme zusammen. Die Gewebeprobe wird nämlich tatsächlich herausgestanzt.
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Mammographie-Screening: Erst 54 Prozent nutzen es
Die Mammographie, also die Untersuchung der Brust mittels Röntgengerät, ist nach Einschätzung vieler Ärzte die beste Möglichkeit zur Früherkennung von Brustkrebs. Und je früher ein Tumor entdeckt wird, desto höher sei die Chance einer Heilung. Allerdings wird die Möglichkeit des Brustkrebs-Screenings von vielen Frauen überhaupt nicht genutzt. Darauf haben jetzt die Krankenkasse DAK und die "Kooperationsgemeinschaft Mammographie" hingewiesen.
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Hormonstoffe aus Pflanzen senken Brustkrebsrisiko
Die Inhaltsstoffe von Pflanzen können krebshemmende Eigenschaften entfalten. Das haben jedenfalls Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) nachgewiesen. Die sogennanten Phytoöstrogene sollen insbesondere bei Brustkrebs das Sterberisiko sowie das Risiko für Metastasen oder einen Folgetumor um bis zu 40% verringern.
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Tut eine Gewebeentnahme (Biopsie) an der Brust weh?
Nein, in der Regel nicht. Die Stelle, an der die Nadel zur Gewebeentnahme eingeführt wird, wird örtlich betäubt, so dass der eigentliche Untersuchungsvorgang schmerzfrei bleibt.
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Was ist der Unterschied zwischen einer Stanzbiopsie und einer Vakuumbiopsie?
Bei der Stanzbiopsie wird eine kleine Nadel direkt zum verdächtigen Knoten geführt und mit einer Art "Greifer" an der Spitze ein Gewebestück "herausgestanzt". Die Stanzbiopsie ist relativ unkompliziert und das gängigere Verfahren.
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Muss nach einem verdächtigen Befund in der Mammographie immer eine Gewebeprobe entnommen werden?
In der Regel sind die heutigen Mammographie-Befunde so exakt, dass sie allein ein Urteil erlauben, ob ein behandlungsbedürftiger Tumor vorliegt oder nicht. Allerdings ist und bleibt es nur ein Röntgenbild, eine Restunsicherheit besteht also immer.
In welchen Fällen sollte statt der Mammographie lieber eine Ultraschall-Untersuchung der Brust erfolgen?
Die Mammographie hat gegenüber der Ultraschall-Untersuchung (Sonographie) den Vorteil, sensitiver zu sein. Heißt: Mit der Mammographie werden mögliche Brustkrebsherde sicherer entdeckt als mit der Sonographie.
Was bedeutet ein Mammographie-Befund "B1" oder "BI-RADS V"?
Bei einer Mammographie-Untersuchung der Brust wird der Befund in einer fünfteiligen Skala klassifiziert, abhängig davon, wie wahrscheinlich das Vorliegen von Brustkrebs nach den Bildern ist. Die fünf Stufen nennt man BI-RADS I-V oder auch B1-B5.
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Tut die Mammographie weh?
Manchmal kann das Zusammendrücken der Brüste zwischen den beiden Plexiglas-Scheiben etwas unangenehm oder sogar leicht schmerzhaft sein. Das hängt von der Beschaffenheit der Brüste ab, ist aber eher die Ausnahme.
Was passiert eigentlich genau bei einer Mammographie?
Bevor die Untersuchung losgeht, müssen Sie den Oberkörper freimachen. Die eigentlichen Aufnahmen werden dann meist im Stehen gemacht.
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Krebsverdacht: Muss ich vor den Untersuchungen meine Hormon-Tabletten oder die Pille absetzen?
Ja, das kann sein. Der Grund: Hormon-Präparate wie die "Pille", aber auch Hormone gegen Wechseljahresbeschwerden beeinflussen die Dichte des Brustgewebes, was die Aussagekraft einer Mammographie beeinträchtigen kann.
Bei familiärem Brustkrebsrisiko lohnt ein intensiveres Vorsorgeprogramm
Frauen, bei denen mehrere enge Verwandte an Brustkrebs erkrankt sind, und das möglicherweise auch noch relativ früh, zählen zur sogenannten Hochrisiko-Gruppe. Wenn das bei Ihnen der Fall ist, sollten Sie auf Nummer sicher gehen und an einem intensiveren Vorsorgeprogramm teilnehmen, als es sonst empfohlen wird. Denn eine rechtzeitige Entdeckung kann Schlimmeres verhüten. Darauf machte jetzt einmal mehr Professor Ulrich Bick, Radiologe an der Universitätsklinik Charité in Berlin aufmerksam.
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Mit mediterraner Küche gegen Brustkrebs
Eine gesunde Kost verringert das Risiko für Brustkrebs. Dabei ist vor allem die sogenannte mediterrane Küche zu empfehlen: Viel Obst und Gemüse, wenig Fleisch und Wurstwaren, dafür mehr Fisch, eine Reduktion tierischer Fette und dafür reichlich pflanzliche Öle. Wer sich so ernährt und zudem noch sein Gewicht in Maßen hält, hat eine deutlich geringere Wahrscheinlichkeit an Brustkrebs zu erkranken. Dies zeigte nun einmal mehr eine Studie in Bad Kissingen.
Wann hilft die Magnetresonanztomografie (MRT)?
Während in der Vorsorge und Früherkennung von Brustkrebs die Mammographie nach wie vor als Methode erster Wahl gilt, ist in der Nachsorge (nachdem ein Tumor operativ entfernt wurde) die Magnetresonanztomographie die zuverlässigere Methode. Darauf hat jetzt Prof. Markus Müller-Schimpfle, Radiologe am Klinikum Frankfurt Höchst, hingewiesen.
Was genau sind eigentlich Mikroverkalkungen?
Wenn sich in der Mammographie sogenannte Mikroverkalkungen zeigen, ist das zunächst einmal ein Hinweis auf Umbau- oder Vernarbungsvorgänge im Brustgewebe. Ursache sind meist harmlose Entzündungsprozesse. Allerdings kann theoretisch auch ein Tumor dahinterstecken, deshalb müssen Mikroverkalkungen manchmal zur Sicherheit weiter abgeklärt werden.
Kommt es bei Brustkrebs auch schon in frühen Stadien zu Schmerzen?
Meistens nicht. Deshalb ist ja die Vorsorge so wichtig, weil ein Brustkrebs über lange Zeit heranwachsen kann, ohne irgendwelche Beschwerden zu verursachen.
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Kann auch eine Hautrötung oder Schuppung auf der Brust ein Hinweis auf Brustkrebs sein?
Ja. Wobei auch hier gilt: Es gibt natürlich auch zahlreiche vergleichsweise harmlose Ursachen für Hautirritationen auf der Brust.
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Ist eine eingezogene Brustwarze ein Hinweis auf Brustkrebs?
Eine eingezogene Brustwarze kann viele Ursachen haben, neben vielen "harmlosen" Ursachen gehört auch Brustkrebs dazu. Wenn die Einziehung neu aufgetreten ist oder zugenommen hat, sollten Sie das sicherheitshalber auf jeden Fall von Ihrem Arzt anschauen lassen.
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Kann sich ein Brustkrebs auch dadurch äußern, dass eine Brust größer ist als die andere?
Ja, auch wenn das eher selten ist. In der Regel sitzen die Brustkrebsknoten zu tief und sind auch zu klein, um äußerliche Größenunterschiede hervorzurufen.
Warum kann auch ein Knoten in der Achselhöhle ein Hinweis auf Brustkrebs sein?
Wenn sich ein Brustkrebs beginnt auszubreiten, entstehen erste Ansiedelungen häufig entlang der ableitenden Lymphwege. Erste Station sind hier die Lymphknoten in der Achsel.
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Warum kann man die radioaktive Mammographie nicht durch die Ultraschalluntersuchung der Brust ersetzen?
Weil die Ultraschalluntersuchung nicht so zuverlässig ist wie die Mammographie. Heißt in der Konsequenz: Würde man die Brustkrebs-Vorsorge-Untersuchungen mit Ultraschall statt mit Mammographie durchführen, würde die Zahl der unentdeckten Tumore steigen.
Was genau macht der Arzt eigentlich, wenn er die Brust abtastet?
Die Untersuchung der Brust durch den Arzt beginnt in der Regel nicht mit den Händen, sondern mit den Augen. Ein erfahrener Arzt kann evtl. schon an Äußerlichkeiten wie der Beschaffenheit der Brusthaut oder der Brustwarze Unregelmäßigkeiten erkennen.
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Wann ist der beste Zeitpunkt für das Abtasten der Brust?
Der ideale Zeitpunkt für die Selbstabtastung der Brust ist etwa eine Woche nach der Regelblutung. In dieser Phase des weiblichen Zyklus' ist das Brustgewebe am weichesten und lässt sich am besten abtasten.
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Kann ich mir zur Brustkrebs-Vorsorge statt Mammographie nicht einfach regelmäßig die Brust abtasten?
Die regelmäßige Selbstabtastung der Brust wird zwar empfohlen, als alleinige Vorsorgemaßnahme ist sie aber, selbst bei größtem Geschick, nicht zuverlässig genug.
Warum sollte eine Mammographie kurz nach der Regelblutung durchgeführt werden?
Weil dann die Brust am weichesten und die Mammographie am zuverlässigsten ist. In den anderen Phasen des Monatszyklus' ist das Brustgewebe dichter und es besteht eine höhere Gefahr, dass die Mammographie "falsch positive" Befunde liefert (also z.B. einen Knoten entdeckt, der völlig harmlos ist).
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Warum kann man die zweijährigen Mammographie-Termine ab dem 50. Lebensjahr üblicherweise nicht vergessen?
Weil man daran erinnert wird. Das aktuelle Programm der gesetzlichen Brustkrebs-Vorsorge (Stand Anfang 2011) sieht vor, dass Frauen ab dem 50. Lebensjahr per Post alle zwei Jahre zu den Mammographie-Untersuchungen eingeladen werden.
Was gehört alles zu einer Vorsorgeuntersuchung auf Brustkrebs?
Ab dem 30. Lebensjahr steht jeder Frau in Deutschland eine jährliche Vorsorgeuntersuchung auf Brustkrebs zu. Gemäß dem gesetzlichen Früherkennungsprogramm in Deutschland beinhalten die Vorsorge-Termine folgende Maßnahmen:
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Welche Kosten der Brustkrebs-Vorsorge übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen?
Bereits ab dem 30. Lebensjahr steht allen Frauen eine jährliche Vorsorge-Untersuchung auf Brustkrebs beim Gynäkologen zu. Ab dem 50. Lebensjahr und bis zum 69. Lebensjahr übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen zusätzlich die Kosten für eine alle zwei Jahre durchgeführte Mammographie.
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Warum wird die Mammographie in der Brustkrebsvorsorge erst ab dem 50. Lebensjahr eingesetzt?
Der Einsatz der Mammographie in der Brustkrebsvorsorge bedeutet immer auch eine Abwägung zwischen Nutzen und Risiko. Da es sich bei der Mammographie um eine Röntgenuntersuchung handelt, wären häufige Anwendungen in jungen Jahren mit dem Risiko der höheren Strahlenbelastung behaftet.
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