Woran erkennt man, dass eine Blasenentzündung auf die Nieren übergreift?

Mit einer Nierenbeckenentzündung ist nicht zu spaßen. Umso wichtiger ist es, bei einem Harnwegsinfekt auf mögliche Vorzeichen zu achten, denn die häufigste Ursache einer Nierenbeckenentzündung (medizinisch: Pyelonephritis) ist eine Blasenentzündung. Zwar ist eine solche Komplikation die Ausnahme. Trotzdem ist es wichtig, aufmerksam zu sein.

Eine Nierenbeckenentzündung äußert sich meist durch ein schweres Krankheitsgefühl (viel ausgeprägter als bei einer normalen Blasenentzündung) und folgende Symptome:

  • Fieber und Schüttelfrost
  • Schmerzen im Rücken und in den Flanken
  • starker Harndrang, bei nur geringer Auswurfmenge (identisch mit Blasenentzündung)
  • Schmerzen beim Wasserlassen (identisch mit Blasenentzündung)
  • trüber, mitunter auch blutiger Urin

Warum ist es so wichtig, sich dann nicht einfach ins Bett zu legen, sondern sofort einen Arzt aufzusuchen? Weil eine Nierenbeckenentzündung unbehandelt zu einer kompletten Zerstörung der betroffenen Niere führen kann. Im schlimmsten Fall also endet eine Pyelonephritis mit der operativen Entfernung einer Niere oder der Dialyse. Das passiert aber mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht, wenn Sie richtig reagieren. Da die Erreger fast immer Bakterien sind, lässt sich die Infektion in den meisten Fällen sehr gut mit Antibiotika behandeln.

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