Was ist eine Pyelonephritis?

Eine Pyelonephritis ist eine Entzündung der Nieren. Genauer gesagt des Nierenbeckens. Das ist der untere Abschnitt der Nieren, von dem auch die Harnleiter zur Blase abgehen. In der Regel ist nur eine der beiden Nieren von einer solchen Infektion betroffen.

Ursache einer Pyelonephritis sind meist Bakterien. Der typische Ansteckungsweg ist "aufsteigend". Das heißt, die Keime gelangen aus den unteren Harnwegen hoch in eine der Nieren. Somit geht der Nierenbeckenentzündung fast immer eine Blasenentzündung voraus, ob man das nun gemerkt hat oder nicht.

Keine Bagatelle

Eine Nierenbeckenentzündung ist eine schwere und gefährliche Infektion. Akute Symptome sind Fieber, Rückenschmerzen, starke Schmerzen beim Klopfen auf die Bauchseite und insgesamt ein sehr ausgeprägtes Krankheitsgefühl. Hinzu kommen meist noch die Beschwerden, die man auch von der Blasenentzündung kennt, also ständiger Harndrang und Brennen beim Wasserlassen. Oft ist der Urin trübe oder sogar blutig.

Noch bedeutender als diese akuten Beschwerden sind aber die möglichen Folgen. Eine unbehandelte Pyelonephritis kann zu schweren Nierenschäden führen, im schlimmsten Fall bis zur Dialyse. Umso wichtiger ist es, bei einer Blasenentzündung spätestens dann umgehend den Arzt aufzusuchen, wenn Fieber, Schüttelfrost oder Rückenschmerzen auftreten.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn